Bistum Münster muss Millionen sparen

St.-Paulus-Dom in Münster

Bistum Münster muss Millionen sparen

  • Jährliche Einsparungen ab 2025
  • Bistum zieht Konsequenz aus Studie
  • Zahl der Katholiken wird deutlich zurückgehen

Das Bistum Münster muss sparen. Die geplanten Einsparungen gehen in Millionenhöhe - ab 2025 sollen es jährlich fast 33 Millionen Euro sein. Damit zieht die Kirchenleitung in Münster die Konsequenzen aus einer Studie.

Nach der Prognose des "Forschungszentrums Generationenverträge" der Universität Freiburg werden sich die Zahl der Katholiken und damit die Erträge aus der Kirchensteuer bis 2060 halbieren. Die Bistumsleitung zieht mit den Sparplänen die Konsequenzen. Starke Einschnitte seien notwendig, sagte am Wochenende (30.11.2019) der Leiter der Hauptabteilung Seelsorge, Frank Vormweg.

Ein sozialverträglicher Abbau von Personal ist laut Vormweg nur möglich, wenn es frühzeitige Vorgaben gebe, welche Stellen nicht wiederbesetzt würden. Falsch sei es, planmäßig Rücklagen zum Ausgleich von Haushaltsdefiziten zu verwenden. "Die Rücklagen wären in wenigen Jahren verbraucht", so der Hauptabteilungsleiter. Zur Zeit hat der Haushalt des Bistums ein Volumen von 760 Millionen Euro im Jahr.

Stand: 02.12.2019, 11:07