Aus Siegener Bistro-AG wird Schülerfirma

Aus Siegener Bistro-AG wird Schülerfirma

Von Christian Klein

Aus einer Bistro-AG an zwei Siegener Schulen ist eine Schülerfirma geworden: Die Schüler verkaufen selbst gebackenes Fingerfood. Das freut auch benachteiligte Mitschüler.

"Wenn eine Idee funktioniert, warum sollte man diese dann nicht einfach weiterspinnen?", freut sich Lehrerin Heide Roters-Becker über die Entwicklung ihrer Bistro-AG an der Siegener Geschwister-Scholl-Hauptschule.

Eine Frau schaut in die Kamera und lächelt

Heide Roters-Becker

Eigentlich wollte die Lehrerin in Siegen-Geisweid mit ihren Kollegen der benachbarten Gesamtschule "Am Schießberg" nur eine Schüler-Bistro-AG gründen. Jetzt ist aus dem Gemeinschaftsprojekt eine eigene Schüler-Cateringfirma namens "vegetania" geworden.

Backen mit regionalen Produkten

Viele Schüler stehen an der Ausgabe einer Cafeteria

Reißender Absatz in der Cafeteria

Das Prinzip ist simpel: Jeden Dienstag backen und kochen die Schüler der Klassen 6 bis 10 in der Schul-AG Fingerfood-Waren aus regionalen Produkten. Die werden dann einen Tag später in der ersten großen Pause in der hauseigenen Cafeteria verkauft.

Dabei kümmern sich die Schüler nicht nur um die Herstellung des Fingerfoods, sondern kalkulieren auch selbständig die Einkaufskosten. Dadurch ermitteln sie gleichzeitig den Verkaufspreis.

Die Einnahmen kommen benachteiligten Mitschülern zugute, die ohne Unterstützung nicht mit auf Klassenfahrten fahren könnten. "Das ist einfach ein gutes Projekt, ich backe jetzt schon seit drei Jahren mit und es macht einfach Spaß", sagt Koray aus der 9. Klasse.

Ersten Auftrag an Land gezogen

Mehrere Berliner Ballen liegen auf einem Blech

Berliner für den guten Zweck

Seit Anfang des Jahres existiert auch eine richtige kleine Schülerfirma, die regionale Veranstaltungen mit ihrem Fingerfood beliefern will. Ein erster Auftrag ist auch gefunden: Ende Januar soll "vegetania" eine Anne-Frank-Ausstellung in der Sparkasse Siegen beliefern.

Lehrerin Heide Roters-Becker ist zuversichtlich: "Für 100 Personen Fingerfood herzustellen, das wird eine Herausforderung. Meine Schüler werden das aber schon schaffen."

Stand: 12.01.2018, 09:56