Bierkartell soll 11,8 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben

Ein Glas Bier auf dem Tresen einer Bar

Bierkartell soll 11,8 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben

  • Prozessbeginn in Paderborn
  • Drei Männer angeklagt
  • Verdacht: Steuerhinterziehung

Am Landgericht Paderborn hat am Freitag (21.02.2020) ein Prozess gegen drei Männer begonnen, die fast zwölf Millionen Euro Biersteuern hinterzogen haben sollen. Die Angeklagten sollen knapp drei Jahre lang unversteuertes Bier auf dem Schwarzmarkt in Frankreich und England verkauft haben.

Durchsuchungen in OWL und Thüringen

Mehr als 80 Zoll-Ermittler hatten im April 2019 Wohnungen, Geschäftsräume und Lagerräume in Ostwestfalen und Thüringen durchsucht. Die Fahnder waren einer europäischen Bande von Steuerbetrügern auf die Spur gekommen.

Die jetzt Angeklagten sollen ausgenutzt haben, dass Bier in Frankreich und Großbritannien deutlich stärker besteuert wird als in Deutschland. Deshalb sollen sie so getan haben, als ob sie französisches Bier importierten.

Bier auf dem Schwarzmarkt verkauft

Die Scheinlieferungen wurden in Deutschland versteuert. In Wirklichkeit sollen sie das Bier aber auf dem Schwarzmarkt in England und Frankreich verkauft haben.

Stand: 21.02.2020, 15:15