Bielefelder Krankenschwester erhält Deutschen Pflegepreis

Bielefelder Krankenschwester bekommt deutschen Pflegepreis

Bielefelder Krankenschwester erhält Deutschen Pflegepreis

  • Bielefelder Krankenschwester Margarete Albrecht ausgezeichnet
  • 34-Jährige arbeitet mit epilepsiekranken Kindern
  • Zwei weitere Preisträger aus NRW

Der Deutsche Pflegepreis soll die Pflegeberufe aufwerten. Drei der diesjährig Prämierten kommen aus Nordrhein-Westfalen. Außer Margarete Albrecht zeichnet der Deutsche Pflegerat als Stifter am Mittwochabend (14.03.2018) in Berlin auch den CDU-Politiker Karl-Josef Laumann aus und würdigt ihn für seine Arbeit als Landesgesundheitsminister. Dritter NRW-Preisträger ist das Altenquartiersprojekt "GeiSt" in Steinheim (Kreis Höxter).

Margarete Albrecht wird erste "Botschafterin der Pflege"

Besonderes Augenmerk aber liegt auf Krankenschwester Margarete Albrecht, die erste "Botschafterin der Pflege" wird. Ihre Stationskolleginnen in der Kinderklinik Mara hatten sie für den Deutschen Pflegepreis vorgeschlagen; dafür ist Margarete Albrecht aus Sicht der Stifter geradezu prädestiniert: Die 34-Jährige studierte Pflegewissenschaftlerin ist schon zwölf Jahre im Job, eine "starke Persönlichkeit, Mutmacherin und Vorbild". Sie erhält den Preis stellvertretend für ihre vielen Kolleginnen und Kollegen in Pflegeberufen.

Urlaubsgutschein und viel Anerkennung

Der Preis umfasst unter anderem einen Urlaubsgutschein über 4.000 Euro; Belohnung und Anerkennung für harte Klinikarbeit, die generell vielerorts geprägt ist von steter Personalnot und unterdurchschnittlicher Bezahlung. Den Preis hat Margarete Albrecht verdient, finden Mütter wie Carolin Vernaleken: "Man hat ja mehr mit den Krankenschwestern Kontakt als mit den Ärzten hier. Die sind Tag und Nacht greifbar, erreichbar. Hier haben wir uns wirklich sehr gut aufgehoben gefühlt."

Zuhören, Mut machen, helfen

In einen Bürojob zu wechseln, kommt für Margarete Albrecht nicht infrage; sie möchte gerne weiter nah an ihren kleinen Patienten bleiben, die Visiten der Ärzte begleiten und den epilepsiekranken Kindern Mut machen, sagt Margarete Albrecht: "Man kann immer irgendwas tun, und wenn es nur das Zuhören ist. Auch wenn wir die Krankheit nicht heilen können, wir können das begleiten."

Stand: 14.03.2018, 13:35