Bielefeld: Finanznot bei Datenschützern und Welthaus

Ein junger Mann sitzt vor einem Laptop und schreibt in einem Blog.

Bielefeld: Finanznot bei Datenschützern und Welthaus

  • Bielefelder Datenschutzverein "Digitalcourage" in Geldnot
  • Corona-Pandemie sorgt für weniger Spenden
  • Auch Welthaus erhält keine Soforthilfe vom Land

Der Bielefelder Datenschutzverein "Digitalcourage" gerät wegen der Corona-Krise in finanzielle Probleme. Das gilt auch für andere gemeinnützige Organisationen - wie etwa das Bielefelder Welthaus.

Derzeit kaum Spenden

Die "Digitalcourage"-Mitarbeiter haben angesichts der Corona-Krise derzeit keineswegs weniger zu tun als sonst. User fragten beispielsweise, welche Rechte sie im Home-Office haben, heißt es von dem Bielefelder Datenschutz-Verein. Doch dem Verein fehlt nach eigenen Angaben Geld. Grund: Die Spendenbereitschaft sei wegen der Corona-Krise deutlich zurück gegangen.

"Big Brother Award" verschoben

Skulptur des Big-Brother-Awards

Der BigBrotherAward des Vereins Digitalcourage

Auch über Veranstaltungen komme derzeit kein Geld rein. Die größte davon - die jährliche Verleihung des Datenschutz-Negativpreises "Big Brother Award" - wurde um mehrere Monate auf September verschoben. Deshalb hat der Verein seine Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Soforthilfe vom Land gibt es nicht, weil "Digitalcourage" nicht wirtschaftlich tätig ist.

Was wird aus den Fördergeldern für das Welthaus?

Auch beim Bielefelder Welthaus sorgt man sich. Weil es ebenfalls gemeinnützig ist, ist das Welthaus von den Corona-Soforthilfen des Landes ausgeschlossen. Nun hänge Vieles an den Fördergeldern des Landes. Doch ob die weiter so flössen wie bisher, sei fraglich, hieß es von den Betreibern.

Stand: 22.04.2020, 17:57