Bielefelder Giftmüll-Skandal endet vor 30 Jahren

Fässer mit Giftmüll gestapelt in einer Mülldeponie

Bielefelder Giftmüll-Skandal endet vor 30 Jahren

  • Neubaugebiet auf ehemaliger Giftmülldeponie
  • Ungewöhnliche Versteigerungsaktion
  • Häuser abgerissen und Gelände abgesperrt

Vor 30 Jahren nahm ein spektakulärer Skandal in Brake bei Bielefeld ein Ende. Auf einer ehemaligen Giftmülldeponie war ein Neubaugebiet entstanden - der Inhalt der darauf stehenden Häuser wurde in einer außergewöhnlichen Auktion versteigert.

Entschädigung von 30 Hausbesitzern nötig

Vom Toilettendeckel bis zur Fertiggarage wurde alles aus den bereits leer stehenden Häusern versteigert; zu Gunsten der Stadt Bielefeld. Denn die brauchte Geld, um die knapp 30 Hausbesitzer zu entschädigen. Die Stadt hatte zuvor ein Baugebiet ausgewiesen, wo vorher tonnenweise Umweltgifte abgeladen wurden.

Folgen des Skandals

Ein Baggerfahrer brachte das stinkende Gift zu Tage - und der Skandal nahm seinen Lauf. Beamte mussten gehen, die Häuser wurden nach der Auktion abgerissen, das Gelände für Millionensummen eingekoffert und abgesperrt. Längst ist - im wahrsten Sinne des Wortes - Gras über die Fläche gewachsen.

Stand: 07.06.2019, 07:59