Bielefeld - das Ende der Verschwörung?

Bielefeld - das Ende der Verschwörung?

  • Stadt verkündet Ende der Verschwörung
  • mehr als 2.000 Einsendungen
  • Beiträge wissenschaftlich geprüft

Wer hätte nachweisen können, dass es Bielefeld nicht gibt, sollte eine Million Euro gewinnen. Bis zum 04.09.2019 erhielt die Stadt über 2.000 Einsendungen, mehr als 350 aus dem Ausland. Stichhaltige Beweise für die Theorie der Nicht-Existenz gab es aber nicht, so die Marketing-Verantwortlichen. Daher werden die eine Million Euro nicht ausgezahlt.

Gedenkstein enthüllt

Die Bielefeldmillion

Achim Held (Erfinder der "Bielefeld-Verschwörung") und Martin Knabenreich (Bielefeld Marketing)

Um endgültig einen Strich unter die Verschwörung ziehen zu können, wurde durch Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen, Martin Knabenreich, Geschäftsführer des Stadtmarketings, und Achim Held, Erfinder der Geschichte, am Dienstag (17.09.2019) ein Gedenkstein enthüllt. Dem damaligen Informatik-Studenten Achim Held war es vor 25 Jahren darum gegangen, eine Satire auf Verschwörungstheorien zu schreiben.

Beiträge wissenschaftlich geprüft

Dass die Bielefeldmillion nicht ausgezahlt wird, ist für das real existierende OWL-Oberzentrum keine wirkliche Überraschung. Die Verantwortlichen betonen, die Einsendungen dennoch ernst genommen zu haben. So habe das Stadtmarketing mit der Universität Bielefeld zusammengearbeitet, um auch wissenschaftliche Argumentationen zu widerlegen. Ein Wissenschaftler der Universität Bielefeld hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die logischen Fehler zu finden. In einer größeren Abhandlung deckt er sie auf.

Keine Beweise für Bielefelds Nicht-Existenz

Neben einem mathematischen Beweisen, dass Bielefeld im Vergleich zum Universum unendlich klein ist und also nicht existiert, gibt es historische Argumentationen: Da es keine historische Stadturkunde gibt, könne es auch die Stadt nicht geben - eine von mehreren Argumenten. Auch Quantenmechanik musste für eine Begründung herhalten, hielt einer Überprüfung aber nicht stand.

Großer Gewinner ist die Stadt Bielefeld

Der ganz große Gewinner des Wettbewerbs ist die Stadt Bielefeld durch die mediale Wirkung der Aktion. In sozialen Medien war die Aufmerksamkeit groß. Bei Twitter war die 'Bielefeldmillion' zwischenzeitlich der meistgesuchte Begriff. Außerdem gab es allein im deutschsprachigen Raum mehr als 2.700 Medienberichte. Auch international berichteten viele Medien, zum Beispiel in den USA, Kanada, Japan und China.

Zwischenruf: Das Bielefeld in uns

WDR 3 Resonanzen 21.08.2019 03:14 Min. Verfügbar bis 20.08.2020 WDR 3

Stand: 17.09.2019, 14:51