Bluttat mit 22 Messerstichen vor Bielefelder Gericht

Vordereingang des Landgerichts Bielefeld

Bluttat mit 22 Messerstichen vor Bielefelder Gericht

  • 86-jährige Frau in Borgholzhausen getötet
  • Mutmaßliche Täterin in direkter Nachbarschaft
  • Beschuldigt soll in Psychatrie untergebracht werden

Vor dem Landgericht hat am Montagmorgen (09.12.2019) der Prozess gegen eine Frau begonnen, die ihre 86-jährige Nachbarin getötet haben soll. Während der Angaben der Beschuldigten am Vormittag fand die Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der Vorsitzende Richter gab im Anschluss bekannt, dass sich laut der 53-Jährigen alles ganz anders zugetragen hätte, als die Staatsanwaltschaft ermittelt habe.

Todesursache: Zahlreiche Messerstiche

Beide Frauen lebten in einer Wohnanlage mit angeschlossenem Pflegeheim in Borgholzhausen im Kreis Gütersloh. Die 53-Jährige hatte im Juni selbst die Polizei mit dem Hinweis gerufen, sie habe ihre Nachbarin nicht erreichen können. Als die Beamten eintrafen, fand sie die alleinlebende 86-Jährige blutüberströmt: Sie war mit zahlreichen Messerstichen getötet worden.

Mutmaßliche Täterin ist nicht schuldfähig

In Verdacht geriet die nun Angeklagte, weil sie sich bei der Befragung durch die Polizei in Widersprüche verwickelte. Eineinhalb Wochen nach der Tat kam die mutmaßliche Täterin dann in Haft. Nach vorläufiger Einschätzung eines medizinischen Gutachters ist die 53-Jährige wegen einer Psychose nicht schuldfähig. Deshalb soll sie in der Psychiatrie untergebracht werden.

Im Laufe des weiteren Prozesstages am Montag werden Polizeibeamte als Zeugen gehört.

Stand: 09.12.2019, 11:21