Extremismusbeauftragter für Bielefelder Gefängnis

Mauer und Turm der JVA Bielefeld-Brackwede

Extremismusbeauftragter für Bielefelder Gefängnis

  • Einzelne Bielefelder Häftlinge stehen dem IS nahe
  • Extremismusbeauftragter soll Entwicklung beobachten
  • Landesregierung will mit Beauftragten vorbeugen

Die Justizvollzugsanstalt in Bielefeld-Brackwede will noch dieses Jahr einen Extremismusbeauftragten einstellen. Denn neben rechtsextremen Inhaftierten gebe es vor allem Häftlinge, die dem sogenannten Islamischen Staat und seiner Ideologie nahestehen, sagt JVA-Leiter Uwe Nelle-Cornelsen am Mittwoch (20.02.2019) im WDR.

Unter den Häftlingen seien Rückkehrer aus Syrien und Irak und deren Entwicklung müsste, laut Nelle-Cornelsen, während des Vollzugs genau beobachtet werden. "Aber auch um zu gucken, dass nicht weitere Inhaftierte durch Missionierung dieser Gefangenen negativ beeinflusst werden", so der JVA-Leiter.

Extremismusbeauftragte als präventive Maßnahme

Noch liege die Zahl dieser Extremisten im einstelligen Bereich. Doch die Landesregierung wolle mit den Extremismusbeauftragten einer Radikalisierung in Gefängnissen vorbeugen. Deshalb biete sie für diese Aufgabe nun extra Stellen an allen Justizvollzugsanstalten an.

Stand: 21.02.2019, 07:49