Spitzenplatz für Bielefeld bei der Elektromobilität

Ladestation für Elektroautos in Bielefeld

Spitzenplatz für Bielefeld bei der Elektromobilität

Von Christopher Ophoven

  • In Bielefeld 706 Elektro-Autos zum Jahresbeginn
  • Münster und Paderborn auf Platz zwei und drei
  • Nur zwei Schnellladesäulen in Bielefeld

Bei der Elektromobilität belegt die Stadt einen Spitzenplatz in NRW. In keiner anderen Stadt des Landes ist der Anteil an Elektroautos an der Gesamtzahl zugelassener Autos so hoch wie in Bielefeld. Das geht aus aktuellen Daten des Kraftfahrtbundesamtes hervor.

706 Elektro-Autos in Bielefeld unterwegs

In Bielefeld waren zum Jahresbeginn 706 Elektro-Autos im Straßenverkehr unterwegs. Im zweitplatzierten Münster ist der Anteil der Elektro-Autos am Autobestand mit 0,2 Prozent nur halb so hoch. Paderborn - ebenfalls OWL - liegt auf Platz drei.

NRW Vorreiter in Sachen Ladestationen für E-Autos

WDR 5 Morgenecho - Westblick am Morgen 05.04.2019 04:06 Min. WDR 5 Von Arndt Brunnert

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Bislang wenig Verbreitung von E-Autos

Autos mit Elektroantrieb gelten mittlerweile als ökologisch überlegen verglichen mit Benzinern und Diesel-Autos. Trotzdem tanken in NRW sehr wenige Autos Strom statt Benzin oder Diesel. Beim Spitzenreiter Bielefeld sind das 0,4 Prozent. Als Nachteile der E-Mobilität gelten Preis, Reichweite und Ladezeit.

Angebot an Schnellladesäulen ist beschränkt

Überschaubar ist auch das Angebot an Ladesäulen, deren Bestand nicht offiziell gezählt wird: In Bielefeld gibt es 33 öffentliche. Die meisten davon werden von den Stadtwerken betrieben, allerdings sind dabei nur vier Schnellladesäulen. Das Laden ist hier noch kostenlos.

Aachener Elektrowagen e.Go wird nun in Serie produziert

Erstmals war er vor zwei Jahren auf der Cebit in Hannover präsentiert worden: der Elektrowagen e.Go aus Aachen. Nun ist das Fahrzeug in die Serienproduktion gegangen.

Die Serienproduktion des Modells e.Go Life hat vor zwei Wochen in Aachen begonnen. Ende des Jahres sollen 3.000 Autos fertig produziert sein.

Die Serienproduktion des Modells e.Go Life hat vor zwei Wochen in Aachen begonnen. Ende des Jahres sollen 3.000 Autos fertig produziert sein.

Im Moment werden nur zwei Autos am Tag fertig montiert. Demnächst soll aber alle zehn Minuten ein Elektrowagen aus der Halle rollen.

Das komplette Auto besteht aus Thermoplastkunststoff. Es ist aber genauso sicher wie ein normales Auto und hat den Crash-Test bestanden, sagen die Hersteller.

Die Innenausstattung des e.Go ist wie bei jedem anderen Auto auch je nach Preis mit zusätzlichen Extras zu haben wie z.B. Klimaanlage, Navigation und Soundsystem.

Die Autotüren aus Thermoplast warten auf ihre Endmontage.

Am Ende der Produktionsstraße wird das fertige Auto nochmal auf Herz und Nieren geprüft und durchleuchtet.

Ein e.Go in seiner einfachsten Ausfertigung kostet 15.900 Euro. Mit der Batterieladung kommt man 100 km weit. Die teuerste Variante mit 150 km Reichweite kostet 25.000 Euro.

Die ersten e.Go-Fahrzeuge warten noch auf die letzten Abnahmen, bevor die Käufer ihre Autos ab Mai in Empfang nehmen können.

Stand: 30.04.2019, 07:10