Biber zurück im Arnsberger Wald

Ein Biber hockt auf dem Gras.

Biber zurück im Arnsberger Wald

Ringsum abgeknabberte Baumstämme und Fotos sind eindeutige Belege: Der Biber ist in den Arnsberger Wald zurückgekehrt. Die größten Nagetiere Europas leben jetzt wieder an den Heve-Bachläufen. Ein Tier wurde in der Nähe vom Haus Wilhelmsruh am Möhnesee gesehen.

Tierischer Baumeister

Fachleute werten die Rückkehr als dickes Plus für den Arnsberger Wald. Biber sind quasi die Wasserbauingenieure im Tierreich. Sie bauen am Wasser Burgen und Dämme. Bäche wie im Arnsberger Wald gestalten sie auf völlig natürliche Weise. Perfekte Renaturierung – ohne Bagger und ohne Kosten.

Die von Bibern gestalteten Lebensräume bieten gute Bedingungen auch für viele andere Tierarten: für Eisvögel, Wasseramseln, verschiedene Libellenarten und – mit viel Glück – auch für den Fischotter. Für die Landschaft sind die Biber eine große Bereicherung.

Heilkräftiges Sekret

Die Biber können bis zu 30 Kilogramm schwer werden und haben ein extrem dichtes und wasserabweisendes Fell. Markantes Merkmal ist der platte Schwanz. Seine legendären Nagezähne sind messerscharf und bestehen aus mehreren Schichten.

Biber markieren ihr Revier mit dem Drüsensekret „Biebergeil“. Das enthält schmerzstillende Salicylsäure, die auch in Kopfschmerztabletten enthalten ist. Das machte den Biber in der Vergangenheit begehrt. Er wurde bejagt, allerdings auch wegen seines Fells und seines Fleisches.

Mehr Biber in Südwestfalen

Förster Christoph Grüner hat die Biberspuren entdeckt. Er geht davon aus, dass der Biber aus Richtung Wickede in den Arnsberger Wald gewandert ist. Auch an der Lippe leben bereits einige Biber.

Stand: 13.04.2021, 06:45