Bezirksregierung Münster verteidigt Verbrennen von Ölpellets

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Bezirksregierung Münster verteidigt Verbrennen von Ölpellets

  • Ölpellets-Verbrennung im Kraftwerk Scholven sei rechtmäßig
  • Laut Bezirksregierung würden Grenzwerte nicht überschritten
  • Umweltexperten bezweifeln Rechtmäßigkeit der Entscheidung

Die Bezirksregierung Münster hat ihre Entscheidung für die Verbrennung giftiger Ölpellets im Kohlekraftwerk Scholven bei Gelsenkirchen verteidigt. Die Abgasreinigung des Kraftwerks sei so ausgestattet, dass die Schadstoffe wirksam zurückgehalten würden, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme der Bezirksregierung am Dienstag (02.10.2018).

Keine Anhaltspunkte für zu viele Schadstoffe

Die Bestimmungen zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen insbesondere gesundheitsgefährdender Emissionen sei eingehalten, heißt es in der Erklärung. Rechtlich könne man die Verbrennung nur untersagen, wenn das Unternehmen gesetzliche Vorgaben verletzen würde. Dafür gäbe es aber bisher keine Anhaltspunkte.

Umweltexperten bezweifeln die Rechtmäßigkeit der Entscheidung. Die umstrittenen Pellets enthalten neben Kohlenwasserstoffen, auch giftige Schwermetalle wie Nickel und Vanadium. Die Ölpellets stammen aus der BP-Raffinerie Gelsenkirchen.

Stand: 02.10.2018, 19:29