Mögliche Bewährungsstrafe für Emsdettener Waffenproduzenten

eine Hand hält eine Pistole

Mögliche Bewährungsstrafe für Emsdettener Waffenproduzenten

  • Manager haben Geständnisse abgelegt
  • Pistolen nach Kolumbien geliefert
  • Geldstrafe und Bewährung in Aussicht gestellt

In Kiel ist am Donnerstag (28.02.2019) der Prozess gegen einen Emsdettener Manager des norddeutschen Waffenproduzenten Sig-Sauer fortgesetzt worden. Er und zwei weitere Firmen-Mitarbeiter müssen sich wegen Verdachts der illegalen Waffenlieferungen verantworten. In dem Verfahren zeichnet sich inzwischen eine Einigung ab.

Bewährungsstrafe in Aussicht gestellt

Der 63-jährige Geschäftsführer der Muttergesellschaft aus Emsdetten soll eine Bewährungsstrafe von bis zu 11 Monaten bekommen und 900.000 Euro Geldstrafe zahlen. Im Gegenzug hatte er, genauso wie die beiden anderen Angeklagten Sig Sauer-Manager vor dem Landgericht Kiel ein Geständnis abgelegt. Die Anklage wirft den Männern vor, mehr als 38.000 Pistolen über die USA illegal ins damalige Bürgerkriegsland Kolumbien geliefert zu haben. Nach Auskunft des Gerichts wird die Sichtung der Akten sowie die Überprüfung der Geständnisse noch einige Prozesstage in Anspruch nehmen. Ein Urteil wird im April erwartet.

Lokalzeit2go vom 26.02.2019: Prozessbeginn Waffenexport SIG Sauer 00:54 Min. Verfügbar bis 26.02.2020

Stand: 28.02.2019, 16:29