Prozess um Millionen-Betrug in Münster

Personalausweis

Prozess um Millionen-Betrug in Münster

  • Betrug mit gefälschten Personalausweisen
  • Banken und Versicherungen geschädigt
  • Gesamtschaden in Millionenhöhe

Vor dem Landgericht Münster hat am Freitag (05.04.2019) ein Prozess um millionenschweren Betrug begonnen. Ein 39 Jahre alter Mann aus Gronau soll für frei erfundene Personen Personalausweise hergestellt haben. Damit seien dann Kredite aufgenommen und Versicherungen abgeschlossen worden.

Provisionen und Kredite kassiert

Gemeinsam mit anderen Tätern habe der Angeklagte Maklerprovisionen für die abgeschlossenen Versicherungen kassiert. Zudem habe die Bande in erheblichem Umfang immer neue Darlehen für die erfundenen Personen beantragt, so die Staatsanwaltschaft. Dabei sei von Anfang an geplant gewesen, die Kredite nicht zurückzuzahlen.

Der Gesamtschaden soll sich laut Anklageschrift im Millionenbereich bewegen. Der 39-jährige Gronauer ist wegen bandenmäßigen Betrugs und Urkundenfälschung angeklagt. Die Bande soll zwischen 2009 und 2014 unter anderem in Gronau und Beckum aktiv gewesen sein. Mittäter wurden vom Landgericht bereits zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Stand: 05.04.2019, 10:59