Betrugsmasche: Fake-Shops immer populärer

Fake-Shops - Abzocke beim Online-Shopping 03:20 Min. Verfügbar bis 27.04.2022

Betrugsmasche: Fake-Shops immer populärer

Der Betrug mit so genannten Fake-Shops im Internet nimmt immer größere Formen an. Dabei bieten die Täter auf täuschend echt aussehenden Internet-Seiten Produkte zum Kauf an - liefern nach Zahlung aber nicht.

Fake-Shop erbeutet 60.000 Euro

Die Siegener Polizei berichtet von einem Fall mit besonderem Ausmaß. Dort haben Betrüger ein Konto bei einem Geldinstitut im Siegerland eröffnet. Innerhalb von gerade mal drei Tagen sind darauf knapp 60.000 Euro eingegangen.

Der gefälschte Shop hatte Kaffeemaschinen und andere Geräte angeboten. Demnach sind höchstwahrscheinlich sehr viele darauf hereingefallen. Die Bank hat das Geld eingefroren. Für die Polizei ist es schwierig die Täter zu finden, da das Konto mit einem gefälschten Ausweis eröffnet wurde.

Betrugsfälle auch im Märkischen Kreis

Im Märkischen Kreis melden sich bei der Polizei momentan fast täglich Leute, die von Fake-Shops abgezockt worden sind. Ein Sprecher sagte dem WDR, dass es im Lockdown zwar weniger Einbrecher gibt, aber dafür kämen die Täter zunehmend über das Internet ins Haus.

Da das Programmieren einer solchen Fake-Seite viel Arbeit ist, taucht ein und derselbe Shop oft unter verschiedenen Adressen auf. Das Gefährliche daran ist, dass die Methoden immer weiter entwickelt werden und es keinen festen Ablauf gibt. Deshalb fallen alle Altergruppen darauf herein.

Echte Geschäftsnamen verwendet

Mann telefoniert mit geschädigten Personen

Geschädigte Personen werden über das Telefon über den Betrug aufgeklärt

Auch in Wuppertal und Solingen schlugen Unbekannte zu. Falsche Online-Shops nutzten die Namen von Elektroläden, die es wirklich gibt. Seitdem müssen die "Echten" täglich etliche Anrufe geprellter Kunden entgegennehmen. Trotz Anzeige war einer der Betrüger-Shops drei Wochen später immer noch online.

Hinweise auf einen Fake-Shops

Trotzdem gibt es ein paar Anzeichen, an denen man Fake-Shops erkennen kann: Die Shops schmücken sich häufig mit vertrauenserweckenden Siegeln. Außerdem gibt es als einzige Zahlungsmöglichkeit die Vorkasse. Das Geld soll oft auf ein Auslandskonto überwiesen werden, obwohl der Firmensitz in Deutschland ist.

Tipp: Immer den Seiten-Namen im Zusammenhang mit "Fake Shop" googeln.

Stand: 26.04.2021, 12:04