Vreden: Rund 1000 mal Hilfe in Not

Mitarbeiterinnen des Sozialdienstes katholischer Frauen

Vreden: Rund 1000 mal Hilfe in Not

Rund 1.000 mal hat der Sozialdienst katholischer Frauen im vergangenen Jahr Männer und Frauen allein beim Verband in Vreden geholfen. Der SKF begleitet und berät Familien im Alltag und hilft auch in akuten Notsituationen.  Im Interview mit dem WDR sagte dies am Montag (17.07.2019) Mitarbeiterin Silke Hessing vom SKF Vreden.

Silke Hessing zur Arbeit des Sozialdienstes katholischer Frauen

WDR Studios NRW 16.07.2019 00:32 Min. Verfügbar bis 16.07.2020 WDR Online

WDR: Was macht der Sozialdienst katholischer Frauen?

Silke Hessing: Wir haben ganz viele unterschiedliche Arbeitsbereiche. Angefangen bei der Schwangerschaftsberatung, dann allgemeine Sozialberatung, Kindertagespflege oder gesetzliche Betreuung. In den meisten Bereichen geht es um Existenzsicherung, das ist der Schwerpunkt, aber auch darum, Familien zu beraten und zu begleiten in ganz unterschiedlichen Lebenslagen.

WDR: Nun heißt ihr Verband ja "Sozialdienst katholischer Frauen". Können sich nur Frauen an Sie wenden oder ist ihr Verband generell offen für Familien, Väter und Kinder?

Silke Hessing: Die Beratung ist offen für jeden, unabhängig vom Geschlecht oder der Religion. Es kann sich jeder an uns wenden.

WDR: Der Sozialdienst katholischer Frauen hilft auch in akuten Notsituation. Wie sieht da der Ablauf aus?

Silke Hessing: Wir gucken natürlich immer, was konkret vorliegt und was die Familie braucht. Wie ist sie finanziell aufgestellt? Können wir da helfen, indem wir Anträge bei verschiedenen Stiftungen stellen? Oder muss da eine Begleitung zum Amt erfolgen? Muss ein Hartz IV-Antrag gestellt werden oder ein Rentenantrag oder Wohngeld? Das sind ganz unterschiedliche Sachen, wo geguckt wird, was in diesen Notfällen gemacht werden kann. In Notfällen ist es ja so, dass die Leute oft auch gar nicht wissen, was ihnen überhaupt an finanziellen Möglichkeiten oder generell zusteht.

WDR: Das heißt, Betroffene könnten sich in solchen Fällen an Sie wenden, um finanzielle Hilfe zu bekommen. Können Sie da ein, zwei Beispiele nennen: Welche Möglichkeiten gibt es da?

Silke Hessing: Wir sind zum einen untereinander gut vernetzt – allein schon in unseren Arbeitsbereichen. Aber auch hier vor Ort, zum Beispiel mit der Kirche, mit dem Pastor. Wir selber haben zwei Läden: Einen Laden für Second-Hand-Sachen und einen für Hausrat, so dass man da auch nochmal unterstützen kann. Aber auch eben, dass man ganz unkompliziert über die Kirche Gelder bekommen kann, wenn wirklich mal kein Geld für das Nötigste da ist. Und ansonsten gibt es viele Stiftungen, wie "Lichtblicke" zum Beispiel – übergeordnete Stiftungen, wo wir dann auch mal Anträge stellen, - wenn das, was man eigentlich zum Lebensunterhalt zur Verfügung hat, nicht ausreicht.

Das Interview führte Tim Schrankel.

#Lebenswege: Alleinerziehende Mutter Lokalzeit Münsterland 16.07.2019 04:33 Min. Verfügbar bis 17.07.2020 WDR

Stand: 16.07.2019, 20:00