Wenige Online-Behördengänge in Südwestfalen

Was geht Online bei Kommunen? 04:02 Min. Verfügbar bis 17.10.2020

Wenige Online-Behördengänge in Südwestfalen

Von Ulf Priester

  • 28 Kommunen mit Online-Serviceportal
  • Märkischer Kreis hat aktuell die meisten
  • Bürger nutzen Online-Angebote noch wenig

28 Städte und Gemeinden in Südwestfalen bieten bereits eigene Online-Bürgerportale an. Sie sollen einige Gänge ins Rathaus ersparen. Aber die Nachfrage der Bürger nach den Online-Services ist bisher überschaubar, wie eine WDR-Recherche von Donnerstag (17.10.2019) ergeben hat.

Lüdenscheid hat schon seit über dreieinhalb Jahren ein Online-Serviceportal. Bezogen auf alle Anfragen im Bürgerbüro ist der Anteil der online abgewickelten Fälle noch gering – gerade mal knapp sechs Prozent.

IT-Leiterin Martina Pabst kann sich das erklären: "Der Gedanke muss sich noch durchsetzen, dass ich erst mal gucke, was ich online bei meiner Stadt erledigen kann."

Sperrmüll und Urkunden gefragt

Online nachgefragt werden in Lüdenscheid Sperrmüllanmeldungen, vor allem aber auch Geburts- und andere Urkunden. In diesem Jahr waren es knapp 700 Anfragen – rund ein Drittel der Urkunden-Anfragen insgesamt.

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Das "Virtuelle Fundbüro" - eine von 74 Online-Dienstleistungen in Lüdenscheid

Sperrmüll anmelden geht schon fast überall online – auch ohne extra Bürgerportal. Bei den Kommunen mit Bürgerportal kann man auch Hunde anmelden, Fundsachen einsehen oder ein Gewerbe anmelden.

Neben Lüdenscheid sind etwa Iserlohn und Meschede bereits mit eigenen Bürgerportalen online. Siegen, Arnsberg und Lippstadt testen sie.

Portale in Hemer entwickelt

Die Südwestfalen-IT in Hemer entwickelt die Online-Service-Portale. Der Zweckverband bietet Online-Module an, aus denen die Kommunen wählen können. Laut Bundesgesetz müssen aber alle ihre Online-Bürgerportale bis Ende 2022 freigeschaltet haben.

Stand: 17.10.2019, 09:49