Fische in Bega starben durch Löschschaum

Bachforelle, Steinforelle, autochthone Form aus der Isen

Fische in Bega starben durch Löschschaum

  • Viele Fische durch Löschschaum verendet
  • Gutachter macht Feuerwehr keine Vorwürfe
  • Bega glimpflich davon gekommen

Im Fluss Bega bei Bad Salzuflen sind nach dem Großbrand einer Lagerhalle im September viele Fische verendet, weil der Löschschaum der Feuerwehr dem Flusswasser Sauerstoff entzogen hat. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten eines Umweltbüros, das am Dienstagabend (12.11.2019) im Umweltausschuss der Stadt Bad Salzuflen vorgestellt wurde.

Zwei Kilometer langer Flussabschnitt betroffen

Hohe Flammen schlagen aus einer Halle in Bad Salzuflen

Der Schaum floss in großen Mengen in die Bega, als die Feuerwehr den Großbrand einer Lagerhalle löschte. Der Löschschaum selbst ist biologisch abbaubar, entzog dem Flusswasser aber viel Sauerstoff, wodurch auf einem zwei Kilometer langen Abschnitt der Bega ein Großteil der Bachforellen und Äschen starb.

Verunreinigung nicht zu vermeiden

Der Gutachter Dr. Andreas Hoffmann mache "der Feuerwehr aber keinen Vorwurf", sagte er dem WDR. Die Verunreinigung des Flusses sei wegen dessen unmittelbarer Nähe zum Brandort kaum zu verhindern gewesen. In Lösch-Abwasser finden sich immer auch Verbrennungsrückstände und Partikel aus verbrannten Materialen.

Bega konnte schnell wieder Sauerstoff aufnehmen

Die Bega sei alles in allem glimpflich davon gekommen, denn Hindernisse und Barrieren in ihrem Verlauf ermöglichten es dem Wasser, schnell wieder Sauerstoff aufzunehmen. Der Fischbestand wird sich jedoch wohl erst in drei bis vier Jahren erholt haben.

Stand: 14.11.2019, 10:10