Kirchhundem: Baum erschlägt Spaziergänger

Der gefällte Baum im Wald

Kirchhundem: Baum erschlägt Spaziergänger

Bei Waldarbeiten ist ein Mann getötet worden. Der Spaziergänger wurde von einem Baum erschlagen. Der Notarzt konnte ihn vor Ort nicht mehr reanimieren.

"Das ist unheimlich tragisch“, sagt Polizeisprecher Stephan Clemens. "Die Forstarbeiter wurden gleich nach dem Unglück von Seelsorgern betreut.“ 

Gegen 12.20 Uhr am Donnerstag fällten die Arbeiter den Baum, eine gut 30 Meter große Fichte bei Kirchhundem-Stelborn. Der Baum schlug auf der Böschung auf. Dabei brach die Spitze ab und wurde auf den 65-jährigen Spaziergänger geschleudert. Der Mann konnte nicht mehr reanimiert werden.

War der Waldweg richtig abgesperrt? Wurde der Warnhinweis ignoriert?

Waldwege an denen Forstarbeiten stattfinden werden gesperrt. Ein Warnschild informiert über die Lebensgefahr. Und daran sollte man sich unbedingt halten, erklärt Marlon Ohms vom Forstamt in Olpe. "Hinter solchen Absperrungen wird mit großen Harvestern oder Holzrückemaschinen gearbeitet“, sagt der Forstwirt.

Der gefällte Baum im Wald

"Die Kollegen auf diesen Maschinen haben einen riesigen toten Winkel. Die müssen sich darauf verlassen, dass niemand in dem gesperrten Bereich ist.“ Tatsächlich erlebt Ohms aber immer häufiger, dass solche Absperrungen ignoriert werden.

Seit Corona sind besonders viele Menschen im Wald. Ob das auch hier der Fall gewesen ist, oder ob die Absperrung gefehlt hat, müssen jetzt die Ermittlungen zeigen. Ein Expertenteam hat die Unfallstelle heute Vormittag bereits untersucht. Die Polizei wollte sich dazu aber noch nicht äußern.

Stand: 10.09.2021, 16:30