Gütersloh: Fahrrad-Protest gegen Ausbau der B 61

Allee an der B61 in Gütersloh

Gütersloh: Fahrrad-Protest gegen Ausbau der B 61

  • B 61 soll vierspurig werden
  • Sieben Kilometer lange Allee in Gefahr
  • Radfahrer protestieren am Sonntag dagegen

Sie ist die Verbindung zwischen Gütersloh und Bielefeld. Und sie ist eine der längsten Alleen in Ostwestfalen-Lippe: Die Bundesstraße 61, die über sieben Kilometer von Bäumen gesäumt ist. Nun müssen diese wohlmöglich weichen.

Ausbau soll Verkehr entlasten

Da täglich 20.000 Autos auf der B 61 unterwegs sind, kommt es dort häufig zu Staus. Verkehrsexperten erwarten, dass es künftig sogar noch 7.000 Autos mehr pro Tag werden.

Der Ausbau der Straße von zwei auf vier Spuren würde 40 Millionen Euro kosten, sei aber zwingend notwendig. "Dadurch würde die Fahrtzeit reduziert, die Fahrzeuge stehen weniger im Stau und die Transporte können erfolgen", sagte Andreas Meyer von Straßen.NRW.

Fahhrad-Protest von Bürgerinitiativen in Gütersloh und Bielefeld geplant

Viele Bürgerinnen und Bürger wehren sich gegen den Ausbau und damit gegen das Fällen hunderter Bäume. "Es ist eine ganz emotionale Sache, mir vorzustellen, diese Allee würde abgeholzt", so Anette Klee von der Bürgerinitiative "Energiewende" in Gütersloh . Außerdem seien die Bäume ein wichtiger Faktor für die Umwelt.

Um ihren Unmut zu zeigen und für den Erhalt der Bäume zu kämpfen, tun sich die Bürgerinitiative aus Gütersloh und die Bürgerintiative "Radentscheid" am Sonntag (22.09.2019) zusammen und protestieren - auf dem Fahrrad.

Radfahrer wollen Fahrbahn blockieren

Die Bielefelder fahren um 15 Uhr am Kesselbrink los und die Gütersloher zur selben Zeit am Rathaus. Auf der Hälfte der Strecke wollen sie sich treffen. Dabei wollen sie in Zweierreihen auf der Fahrbahn fahren und den Verkehr behindern.

Ob und wie viele Bäume tatsächlich gefällt werden müssten, muss noch geprüft werden. Laut Straßen.NRW würde es bis zu zehn Jahre dauern, bis der Ausbau der Straße abgeschlossen wäre.

Stand: 20.09.2019, 18:58