Plastikmüll wird für Landwirte zum Problem

Plastikmüll wird für Landwirte zum Problem

Landwirte beklagen sich über immer mehr Plastik auf ihren Äckern. Gerade im Frühjahr müssen sie für das Umpflügen ihrer Felder regelmäßig Abfallreste von ihren Feldern beseitigen, kritisiert der OWL-Bauernverband.

Müll und Elektrogeräte werden am Feldrand wild entsorgt. Menschen werfen Verpackungen und Essensreste aus dem Auto. Bevor die Bauern mit dem Pflügen anfangen können, müssen sie solche Hinterlassenschaften entsorgen.

150.000 Teilchen Mikroplastik pro Hektar

Aus Plastikteilen kann Mikroplastik werden: durch mechanische Zerkleinerung beim Einsatz landwirtschaftlicher Geräte, aber auch wegen möglicher Wechselwirkungen mit Organismen im Boden und dem Einfluss des Wetters.

Wird sichtbares Plastik in kleinere Fragmente zerlegt, verunreinigen die den Nährboden und dadurch im schlimmsten Fall auch den Ertrag.

Kompostwerke können nicht fein genug aussortieren

Viele Plastikteile kommen aber auch durch Kompost auf die Felder, beklagt der Sprecher der OWL-Landwirte, Hubertus Beringmeier. Denn Kompostwerke würden nicht immer sauber sortierte Erde liefern.

Die Sortierung sei allerdings auch schwer, beklagen deren Sprecher. Ihr Kompost ist aus dem Biomüll der grünen Tonnen. Verbraucher werfen in die einfach zu viel Plastik, trennen also ihren Hausmüll nicht ordnungsgemäß.

Plastik überall: Wie stoppen wir das Müllproblem? Quarks 18.09.2018 44:27 Min. UT DGS Verfügbar bis 18.09.2023 WDR

Stand: 25.03.2019, 19:32