Ukrainer schufteten in Gronau für 4,50 Euro

Drei ZollbeamtInnen öffnen die Heckklappe ihres Zollwagens.

Ukrainer schufteten in Gronau für 4,50 Euro

Auf einer Baustelle in Gronau haben sieben Ukrainer für einen Dumpinglohn gearbeitet, nach Angaben des Zolls bekamen sie 4,50 Euro die Stunde.

Das Hauptzollamt Münster spricht in seiner Mitteilung vom Mittwoch von "Ausbeutung". Die Zöllnerinnen und Zöllner hatten die Baustelle nach einem gezielten Hinweis kontrolliert.

Schuften ohne jede soziale Absicherung

Die sieben Ukrainer waren demnach eingeschleust und zu Niedrigstlöhnen ohne jede soziale Absicherung beschäftigt worden. Von dem Dumpinglohn hätten die Ukrainer auch noch ihre Unterkunft beziehungsweise ihr Essen bezahlen müssen.

Zoll leitet Strafverfahren ein

Der Zoll nahm die Osteuropäer vorläufig fest, inzwischen sind sie aber wieder auf freiem Fuß. Nach Angaben einer Zollsprecherin wird nun das Ausländeramt entscheiden, ob sie umgehend oder erst nach einer bestimmten Frist ausreisen müssen. Ermittelt werde aber auch gegen den Arbeitgeber der sieben Männer. Gegen ihn sowie die sieben Ukrainer leitete der Zoll Strafverfahren ein.

Stand: 23.06.2021, 16:16

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