Betrieb im Batterieforschungszentrum Münster läuft langsam an

Lokalzeit Münsterland 19.11.2021 01:45 Min. Verfügbar bis 19.11.2022 WDR Von Detlef Proges

Batterieforschung in Münster gestartet

Stand: 19.11.2021, 20:00 Uhr

Die erste Anlage des neuen bundesweiten Batterieforschungszentrums in Münster hat mit dem Regelbetrieb begonnen. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hofft jetzt auf schnelle Entwicklungserfolge.

Ministerin Karliczek nannte das Batterieforschungszentrum am Freitag ein "Leuchtturmprojekt", das für "technologische Souveränität in einem wesentlichen Technologiefeld" sorgen könne.

Die Weiterentwicklung von Stromspeichern ist für die Energiewende besonders wichtig. Für die Forschungsfabrik wollen Bund und das Land NRW insgesamt 680 Millionen Euro investieren. Bereits jetzt arbeiten in der Anlage 60 Wissenschaftler, später sollen es 150 Forscher sein.

Karliczek wirbt für Tempo

An vielen Orten der Welt werde intensiv an leistungsfähigen Batterien etwa für Elektromobilität, Handys, Tablets und Herzschrittmacher gearbeitet. Es gehe um Knowhow und die zügige Weiterentwicklung von Prototypen, damit die deutsche und europäische Industrie mit der Konkurrenz mithalte und nicht hinterherlaufen müsse.

Zum zurückliegenden Streit um die Vergabe des Forschungszentrums nach Münster äußerte die Ministerin sich nur indirekt. "Wenn wir in der Welt im Wettbewerb weiter mitspielen wollen, dann ist das keine Frage, wer macht das, sondern wie schnell sind wir in der Lage, diese ganzen Technologien weiterzuentwickeln", sagte sie. 2020 hatte es gegen die Vergabe nach Münster Proteste aus Bayern und Baden-Württemberg gegeben. Die Länder hatten eigene Standorte benachteiligt gesehen.

Zentrum wird Fraunhofer-Institut

Die drei Minister im  neuen Baterrieforschunsgzentrum vor einer Maschine

Die Ministerinnen und der Minister gucken sich die Anlage an

Zusammen mit NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart und NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen hat Karliczek am Freitag die Anlage in Münster besucht. Ende 2022 soll das erste komplette Forschungsgebäude an die Fraunhofergesellschaft übergeben werden, die die Leitung übernimmt. Das Zentrum soll nach zwei Jahren zu einem eigenen Fraunhofer-Institut werden.

Bauplanung Batterieforschung

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