Balver Schützen auf Schadensersatz verklagt

Balver Schützen auf Schadensersatz verklagt

Von Heinz Krischer

  • Event-Firma verklagt Balver Schützen
  • 60.000 Euro Schadensersatz gefordert
  • Reservierung für Indoor-Cycling storniert

Eine Event-Firma hat die Schützenbruderschaft Balve auf 60.000 Euro Schadensersatz verklagt. Der Prozess begann am Dienstag (08.01.2019) am Landgericht Arnsberg.

2016 und 2017 fanden in der Balver Höhle, die von der Schützenbruderschaft vermietet wird, zwei Indoor-Cycling-Events statt. Hunderte Sportler strampelten zu lauter Musik auf fest stehenden Fitness-Fahrrädern.

Beschwerden von Nachbarn

Die Event-Firma hatte auch für 2018 die Höhle reserviert. "Im ersten Jahr hatten wir Verluste wegen der hohen Marketingkosten", erzählt Patrick Klein von der Event-Firma "PK-fit" dem WDR. "Im zweiten Jahr hatten wir eine schwarze Null. Wir hatten erwartet, mit der dritten Veranstaltung Gewinn zu machen."

Straße mit Häusern der Nachbarn der Balver Höhle

Nachbarn der Balver Höhle beschwerten sich über Lärm

Aber die Balver Schützen verhinderten, dass es zu einer dritten Veranstaltung kam. Anwohner hatten sich über die Lärmbelästigung beschwert. Eine Einigung sei nicht möglich gewesen, beteuern die Schützen. Deshalb hätten sie die Reißleine gezogen.

Allerdings betonen die Schützen: Es gab keinen verbindlichen Vertrag, nur eine Reservierung. Und die sei neun Monate vor der nächsten Veranstaltung aufgekündigt worden.

Gütliche Einigung möglich?

Patrick Klein von der Event-Firma im Landgericht Arnsberg

Patrick Klein (Mitte) von der Event-Firma

In der Verhandlung regte der Richter eine gütliche Einigung an: das Event doch stattfinden zu lassen, allerdings mit starken Lärmauflagen. "Wir können uns gut vorstellen, das Event auf einen Tag zu reduzieren und um 18 Uhr fertig zu sein", sagte Veranstalter Patrick Klein.

In den kommenden Wochen muss sich die Balver Schützenbruderschaft äußern. Kommt es zu keiner gütlichen Einigung, wird weiter verhandelt.

Stand: 08.01.2019, 17:04