Ärger in Nachrodt: Bahnübergang für Lkw gesperrt

Bahnübergang zu eng

Ärger in Nachrodt: Bahnübergang für Lkw gesperrt

  • 530 Anwohner können kein Heizöl bekommen
  • Bahn sperrt Bahnübergang für große Fahrzeuge
  • Landwirte können ihre Äcker nicht erreichen

In Nachrodt im Märkischen Kreis hat die Bahn einen Bahnübergang für Lkw und Trecker gesperrt. Die Folge: 530 Anwohner können seit Ende Juni nicht mehr mit Heizöl oder Tierfutter beliefert werden. Landwirte dürfen ihre Flächen auf der anderen Seite der Bahnlinie nicht mehr anfahren.

Landwirte bekommen kein Futter für ihre Tiere

Bahnübergang zu eng

Nachrodt: Gesperrter Bahnübergang

Heinz Ulrich Tacke baut Weihnachtsbäume in Nachrodt an: "42 Jahre lang konnte ich mit dem Trecker zu meinen Tannen fahren. Und jetzt plötzlich nicht mehr – das ist eine Katastrophe!" Landwirt Roderich Knipps braucht jeden Monat sieben Tonnen Hühnerfutter für seinen Geflügelhof. "Wenn es nicht schnell eine Lösung gibt, müssen wir die Hühner abschaffen", sagt er.

Gefährliche Situation mit Langholztransporter

Der Grund für die Sperrung ist ein Vorfall vor einigen Wochen: Ein Langholztransporter überquerte den Bahnübergang und ein entgegenkommender Wagen wich nicht aus, so Sebastian Putz vom Ordnungsamt. Also setzte der Holztransporter auf dem Bahnübergang ein Stück zurück. Das wurde von einem Bahnmitarbeiter fotografiert. Eine gefährliche Situation, urteilte die Bahn.

Ausweichrouten gibt es nicht für Lkw

Ausweichrouten gibt es nicht für Lkw, weil die Wege zu schmal sind. Die Bahn sagt, sie handele aus Verantwortungsbewusstsein. Der kleine, beschrankte Übergang sei unübersichtlich. Eventuell könne man eine Bushaltestelle an der Bundesstraße verlegen und so Platz schaffen, um eine größere Schleppkurve zu bauen. Das sei aber erst in einigen Monaten zu schaffen.

Gesperrter Bahnübergang macht Probleme 03:24 Min. Verfügbar bis 11.09.2019

Stand: 11.09.2018, 06:54