Mobile Bäume gegen Wildparker in Arnsberg

Arnsberg: Mobile Bäume gegen Falschparker Aktuelle Stunde 03.12.2019 UT Verfügbar bis 10.12.2019 WDR Von Mike Külpmann

Mobile Bäume gegen Wildparker in Arnsberg

Von Corina Wegler

  • Bunte Kübel statt Verbotsschilder
  • 40 Bäume werden aufgestellt
  • Pflanzen sollen auch Insektenvielfalt fördern

In der Arnsberger Altstadt sorgen seit Dienstag (03.12.2019) mobile Bäume dafür, dass Autofahrer nicht mehr falsch parken und Fußgängerbereiche zustellen.

Der eigentlich hübsche historische Steinweg hoch in die Arnsberger Altstadt gleicht an manchen Tagen einem Riesenparkplatz: die Autos parken kreuz und quer, möglichst nah an den Geschäften. Quasi wie ein endloser "Drive-in" für Museum, Buch- und Gemüsehandlungen. 

Riesentaschen aus Lkw-Planen

Mobile Bäume in Arnsberg

Bunte Farbtupfer für die Altstadt.

Ein Dauerärgernis, das die Stadt jetzt ändern will. Und zwar nicht mit drögen Verkehrsschildern. Sondern mit Linden,  Ginkgo, Amberbäumen & Co., die in Riesen-Pflanzkübeln stecken. Umhüllt von einem Plastiksack aus Lkw-Planen.

Im Stadtbild gibt das Farbtupfer in gelb, rot und orange. Insgesamt stellt die Stadt 40 Bäume auf. In der Größenordnung ist das in Deutschland einmalig. Die Mitarbeiter des Grünflächenamtes haben die heimischen und exotischen Bäume in 650-Liter-Kübel gepflanzt.

Das heißt: Sie können nicht einfach mit der Sackkarre transportiert und damit eventuell weggenommen werden.

Mobile Bäume sollen Parkproblem lösen

WDR Studios NRW 03.12.2019 00:33 Min. Verfügbar bis 10.12.2019 WDR Online

Teil des Projekts „Stadtgrün naturnah“

Die mobilen Bäume sind in Arnsberg eine der ersten Aktionen im Projekt "Stadtgrün naturnah". Die Kommunen, die dabei mitmachen, verpflichten sich, mehr für biologische Vielfalt auf öffentlichen Flächen zu tun. Dortmund, Bielefeld  und Köln beispielsweise machen mit. 

Arnsberg hat nicht nur Bäume in die Kübel gepflanzt. Sondern auch Wildstauden wie Leinkraut, Flockenblume und Ehrenpreis.

Das sind alles bienen- und insektenfreundliche Pflanzen. Die Stadt will damit eine naturnahe Ausrichtung von Freiflächen fördern.

Stand: 03.12.2019, 21:58

Kommentare zum Thema

16 Kommentare

  • 16 Oreso 05.12.2019, 20:52 Uhr

    Klasse Idee. Die Lkw- Planen sind nicht besonders ansehnlich, aber ansonsten 🔝

  • 15 Arno 04.12.2019, 08:06 Uhr

    ...und noch mehr Plastikmüll! Hätte man statt bunter Plastiksäcke nicht einfach die Kübel bunt anmalen können!? Besonders schön sieht das auch nicht aus...

  • 14 Mrs. Moneypenny 03.12.2019, 21:33 Uhr

    Sehr hübsche Idee, statt toter Blechschilder etwas LEBENDIGES zu setzen. Es hat noch nie geschadet einen Baum zu pflanzen. Am Besten einen der 100 Jahre alt wird, der prägt nachhaltig das Statdtbild und sorgt für besseres Klima. Die LKW-Planen sind für den schnellen Test gut, dauerhaft werden sie notorischen Parkremplern und Vandalen nichts entgegensetzen.

  • 13 Jessica 03.12.2019, 19:30 Uhr

    Eine schöne und farbenfrohe Idee! Aber auf der anderen Seite muss ich der Stadt den Vorwurf machen, dass es einfach zu wenige Parkplätze gibt. Man kann nicht auf Besucher für die Stadt und das Museum werben, wenn man keinen Parkplatz findet. An Sonntagen ist die Tiefgarage voll, am Sauerland-Theater ebenso. Mit Glück erwischt man eine Lücke und dann aber leider auch ein Knöllchen. Selbst donnerstags abends ist die Parkplatzsituation katastrophal. Also bitte liebe Stadt: schafft mehr Parkmöglichkeiten :-)

  • 12 Canis Lupus 03.12.2019, 18:01 Uhr

    Wirklich kreative und sinvoll. Ansonsten 150 Euro und 1 Punkt für die Wildparker, anders lernen die es nicht.

  • 11 S 03.12.2019, 17:04 Uhr

    Nette Idee! Nur bitte nicht auf Radwege stellen, die gerne zugeparkt werden. ;)

  • 10 Anonym 03.12.2019, 14:20 Uhr

    Kreative Lösung! Klasse!

  • 9 Klosterfrau 03.12.2019, 13:37 Uhr

    Ein erster wichtiger Schritt wäre, den weggeworfenen Plastikmüll aus den Wäldern zu entfernen.

    Antworten (2)
    • Atze 03.12.2019, 14:48 Uhr

      Ein erster wichtiger Schritt wäre es, weitgehend auf Plastik zu verzichten und den Plastikmüll aus den Meeren zu entfernen.

    • S 03.12.2019, 17:05 Uhr

      Dann mal auf in den Wald! Oder zeigt man lieber mit dem Finger auf andere, weil man selbst zu viel Zeit hat?

  • 8 Arnsberger Bürger 03.12.2019, 13:28 Uhr

    Mit mehr Personal können mehr Knöllchen geschrieben werden und Geld in die Kassen spülen. Es wird nicht nur auf dem Steinweg so besch... geparkt. Auf der Ringstraße wird auf Gehwegen, im absoluten Halteverbot, vor Zebrastreifen oder gegenüber von Ein- und Ausfahrten geparkt wie's gerade passt. Hauptsache keinen Schritt zuviel gehen. Manche lernen nur wenn's weh tut.... Sprich wenn's Geld kostet

    Antworten (1)
    • Anwohner 03.12.2019, 19:26 Uhr

      Sehr interessant. Und bei jeder Veranstaltung werden diese wieder abgeholt? Karneval Holzmarkt etc.? Das werden die Ladeninhaber sicherlich auch merken wenn die schnellen parker weg bleiben.. Naja..

  • 7 Frank 03.12.2019, 13:26 Uhr

    Was für eine schöne Idee. Die würden sich auch gut dazu eignen, Straßen zu verengen, um Geschwindihkeitsbegrenzungen durchzusetzen. Bei uns ist zum Beispiel Tempo 30. Hier fahren aber viele mit 70 und schneller, weil die Straße so schön breit ist. Hin und wieder so ein Baum würde das Tempo bestimmt verlangsamen.

  • 6 André 03.12.2019, 13:20 Uhr

    Mmh. Kann es sein, dass die Stadt bewusst nicht genug Personal zum Knöllchenschreiben bereitstellt, weil die dort Parkenden zum überwiegernden Teil Angestellte u. Beamte, auch Richter, von Verwaltungsgericht und Bezirksregierung sind ? Aus meinen beruflichen Kontakten mit z.B. der Bez.Reg. ist mir deren göttliche Erhabenheit gut bekannt.

    Antworten (1)
    • Richter 03.12.2019, 15:09 Uhr

      Aber auch Richter etc. können ab jetzt dort nicht mehr parken. Ihre göttliche Erhabenheit - so sie diese dann hätten - nützt jetzt auch nichts mehr.