Sprengstoff in Bad Berleburg: Schlag gegen Pyrotechnik-Ring

Sprengstoff in Bad Berleburg: Schlag gegen Pyrotechnik-Ring

  • Sprengstofffund: Aktion gegen organisiertes Verbrechen
  • Durchsuchungen in Polen, den Niederlanden und Deutschland
  • Explosive Stoffe aus Wohnung in Bad Berleburg entfernt

Der Knall war weit über Bad Berleburg hinaus zu hören. Die Druckwelle selbst im Ort noch zu spüren. Am Donnerstag (06.12.2018) führte die Bundespolizei kontrollierte Sprengung am Stadtrand durch. Die Beamten hatten am Vortag gefährliche Chemikalien in einem Wohnhaus im Stadtzentrum gefunden.

Der Sprengstofffund war nach WDR-Informationen Teil einer europaweiten Aktion gegen das organisierte Verbrechen. Ein internationales Netzwerk mit Sitz in Polen soll 80 Tonnen illegale Pyrotechnik in Polen, in die Niederlande und auch nach Deutschland verkauft haben.

Kiloweise Pyrotechnik sichergestellt

Die Stoffe werden aus dem Haus geräumt

Die Stoffe werden aus dem Haus geräumt

Die deutschen Behörden durchsuchten die Wohnungen von Käufern des illegalen Netzwerks. Auf die Spur kamen die Ermittler dem organisierten Verbrechen durch Recherchen in einschlägigen Online-Shops. In 50 deutschen Städten stellten die Ermittler 315 Kilogramm Pyrotechnik und Sprengstoffe sicher. Wieviel davon in Bad Berleburg gefunden wurde, haben die Ermittler nicht bekanntgegeben.

Die Kölner Staatsanwaltschaft will am Freitag (07.12.2018) zum Einsatz eine Erklärung abgeben. Sie hatte den Zoll mit der Durchsuchung beauftragt.

Umliegende Gebäude evakuiert

Während des Einsatzes wurden benachbarte Häuser evakuiert und die Bewohner im nahegelegenen Jugendcafé untergebracht. Nach dem Einsatz durften sie in ihre Wohnungen zurückkehren.

Stand: 06.12.2018, 21:05