Japanische Brückenbauer besichtigen A45-Baustelle

Japaner Brückenbau 00:53 Min. Verfügbar bis 17.07.2020

Japanische Brückenbauer besichtigen A45-Baustelle

Von Thomas Rosteck

  • Komplette Autobahnbrücke wird verschoben
  • Weltweit einzigartiges Bauprojekt
  • Japanische Experten beeindruckt

24 Japaner, Hochschullehrer, Bauingenieure und Brückenkonstrukteure haben eine Baustelle in Wilnsdorf-Rinsdorf besucht. Hier wird eine Autobahnbrücke mit sechs Pfeilern verschoben – das ist weltweit einzigartig und hat sich offensichtlich bis nach Japan herumgesprochen.

Männer mit Helmen und Warnwesten an Brückenbaustelle

Nur diese eine Baustelle besichtigt

Obwohl der Inselstaat über große Erfahrungen im Brückenbau verfügt, das Rinsdorfer Projekt beeindruckte die Fachleute aus Fernost sehr. "Unsere Brücken sind jünger und werden in wenigen Jahren genauso saniert oder neu gebaut werden müssen wie hier in Deutschland, da ist ein solcher Besuch sehr wertvoll! Was unsere deutschen Kollegen hier machen, hat mir sehr imponiert", betonte Delegationsleiter Yozo Fujino, Professor an der Universität Yokohama.

Eindruck machte auch, wie sehr in Deutschland bei solch großen Baumaßnahmen Rücksicht auf Umwelt und Natur genommen wird.

Keine Geheimnisse unter Kollegen

Brücke mit LKW, davor Kran und nackter Pfeiler

Ganze Brücke wird verschoben

Gunther Nöh von Straßen NRW, Projektleiter in Rinsdorf, betonte, dass man keine Geheimnisse vor den Kollegen aus Fernost habe. "Wir haben das Wissen nicht gepachtet. Wenn wir durch Informationen und die hier gemachten Erfahrungen unseren japanischen Kollegen helfen können, tun wir das gerne."

Die zeigten sich dankbar und überreichten der Bauleitung an der Rinsdorfer Talbrücke zum Abschied ein Bäumchen zum Einpflanzen. Ein bisschen Japan bleibt also im Siegerland zurück! Sayonara! Auf Wiedersehen!

Stand: 17.07.2019, 19:32