Die älteste evangelische Autobahnkirche Deutschlands ist in Vlotho-Exter

Rastplatz für die Seele: die älteste Autobahnkirche Deutschlands

Stand: 04.07.2022, 10:39 Uhr

Autobahnkirchen sollen im hektischen Urlaubsverkehr einen Ort der Ruhe bieten. Die Gemeindekirche Exter liegt direkt an der A2 und ist OWLs einzige Autobahnkirche. Für viele Reisende ist sie eine Alternative zu überfüllten Rastplätzen.

„Es kommen vor allem Fernfahrer und Reisende aber auch Menschen, die auf dem Weg zu einer Beerdigung sind“, erklärt Pfarrer Christoph Beyer. Er nennt die Kirche an der A2 „Rastplatz für die Seele“. Die evangelische Kirche Exter ist eine von 44 Autobahnkirchen in Deutschland und gerade jetzt in den Sommerferien beliebt bei Autofahrern und Autofahrerinnen.

Dankbarkeit in Deutschlands ältester Autobahnkirche

Manche Gäste schreiben ihre Gedanken oder Sorgen in ein Buch direkt am Eingang auf. Ein Reisender etwa bedankt sich am Tag seiner letzten Montagefahrt für all die „unfallfreien Jahre“. „Die meisten sind nur ein paar Minuten hier und wollen in dieser Zeit auch wirklich nicht sprechen, sondern einfach nur ihre Ruhe haben“, berichtet der Pfarrer.

Autobahnkirche mit langer Geschichte

Die älteste evangelische Autobahnkirche Deutschlands ist in Vlotho-Exter

Im Mai 1956 wurde das Gebäude zur ersten evangelischen Autobahnkirche Deutschlands geweiht. Die Kirche gibt es bereits seit 1666. Manche Autofahrer entscheiden sich bewusst gegen eine Pause an überfüllten Rastplätzen. „Hier ist es angenehm kühl und man kann sich nicht nur ausruhen, sondern auch spirituell auftanken“, sagt eine Reisende, die aus Berlin auf dem Weg nach Xanten ist.

Wie viele Gäste im Jahr kommen, könne man nicht genau sagen, so Pfarrer Beyer.  Zurzeit sind es aufgrund der Sommerferien aber überdurchschnittlich viele. Trotzdem sei die Kirche an der A2 nie überfüllt. In Deutschland besuchen rund eine Million Reisende jährlich eine Autobahnkirche.

Viele Reisende suchen OWLs einzige Autobahnkirche auf

00:45 Min. Verfügbar bis 04.07.2023


Über dieses Thema berichtet der WDR am 4. Juli in Hörfunk und Fernsehen in der Lokalzeit OWL.