Bodenwellen auf neuer A33 bei Halle

Bodenwellen auf dem gerade frei gegebenen Teilstück der A33 Lokalzeit OWL 02.04.2019 02:38 Min. Verfügbar bis 02.04.2020 WDR Von Thomas Wöstmann

Bodenwellen auf neuer A33 bei Halle

  • Bodenwellen auf neuem Abschnitt der A33
  • Straßen NRW macht Baufirma verantwortlich
  • Autobahn wurde erst im Januar 2019 freigegeben

Tiefe Wellen ziehen sich über die Fahrbahn der A33 - sie sind schon mit bloßem Auge erkennbar. Drei Monate nach der Freigabe im Januar 2019 weist die Autobahn zwischen Halle und Steinhagen im Kreis Gütersloh erhebliche Schäden auf. Das bestätigte am Dienstag (02.04.2019) Straßen NRW auf eine Anfrage des WDR.

Schäden bei Abnahme nicht erkennbar

Verkehrsschilder weisen auf der A33 auf Bodenwellen hin

Straßen NRW macht die Baufirma dafür verantwortlich. Der Boden unter der Fahrbahn sei möglicherweise nicht ausreichend verdichtet worden und sacke wegen vieler Lastwagen jetzt immer weiter ab. Bei der Bauabnahme seien die Schäden noch nicht zu erkennen gewesen, so Straßen NRW.

Minderwertiges Baumaterial verwendet?

Es gibt noch eine andere mögliche Erklärung: Nach WDR-Informationen wurde bei dem Bau minderwertiges Material verwendet, nämlich Schotter aus dem Teutoburger Wald - und der gilt bei Bauexperten nicht als das beste Material für den Unterbau. Straßen NRW bestätigt, dass Teuto-Schotter verbaut wurde. Der sei aber zertifiziert und könne nicht Grund für die bis zu zehn Zentimeter tiefen Wellen sein, die sich jetzt auf der Fahrbahn gebildet haben.

Inzwischen mehren sich Hinweise von Autofahrern, die Mängel seien vom ersten Tag an spürbar gewesen. Laut Straßen NRW lagen zwischen der Bauabnahme und der Inbetriebnahme im Januar einige Wochen.

Aufwändige Reparatur der A33 droht

Vermutlich muss die Fahrbahn der A33 zwischen Halle und Steinhagen schon bald aufwändig repariert werden. Bei hohem Tempo und nasser Straße können durch die Bodenwellen gefährliche Situationen entstehen – vor allem für Motorradfahrer.

Stand: 03.04.2019, 16:49