Nach Attacken in Bottrop und Essen: Verdächtiger in U-Haft

Ermittlungen Bottrop WDR aktuell 02.01.2019 04:18 Min. Verfügbar bis 02.01.2020 WDR

Nach Attacken in Bottrop und Essen: Verdächtiger in U-Haft

  • Acht Menschen bei Angriffen im Ruhrgebiet verletzt
  • 50-Jähriger in Untersuchungshaft
  • Offenbar fremdenfeindliche Hintergründe

Nach der Attacke auf Gruppen von Ausländern in der Silvesternacht gehen die Ermittlungen zu Hintergründen und Hergang der Tat weiter. Ein Richter erließ gegen den 50-jährigen Autofahrer Haftbefehl wegen versuchten Mordes.

Der Terror einsamer Wölfe

WDR 5 Politikum - Gespräch 02.01.2019 06:03 Min. Verfügbar bis 02.01.2020 WDR 5

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Der 50-Jährige hatte mit seinem Auto in Bottrop und Essen nach Polizeiangaben acht Menschen verletzt, eine Frau davon schwer. Die Opfer stammen größtenteils aus Syrien und Afghanistan. Sie werden laut Polizei von Opferschutzbeauftragten betreut.

Bisher keine Anhaltspunkte für Kontakte in rechte Szene

Die Polizei hat unter anderem die Wohnung des Mannes durchsucht. Die Ermittler hätten bisher aber keine Belege gefunden, dass der Mann Kontakte zur rechten Szene habe, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwoch (02.01.2018) bei WDR 5. Bei der Festnahme habe er sich aber fremdenfeindlich geäußert. "Es scheint so zu sein, dass der Verdächtige aus persönlichem Unmut heraus Hass auf Fremde entwickelt hat", so Reul bei WDR 5.

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WDR 5 Morgenecho - Interview 02.01.2019 05:58 Min. Verfügbar bis 02.01.2020 WDR 5

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Inwieweit eine mögliche psychische Erkrankung des Mannes bei dem Geschehen eine Rolle gespielt habe, müsse noch geklärt werden, sagte eine Polizeisprecherin. Der 50-jährige sei zuvor in psychiatrischer Behandlung gewesen. Dazu werde auch im Umfeld des Mannes ermittelt.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wandte sich via Twitter an die Bürger: "Wir stehen zusammen gegen rechte Gewalt. Den Kampf gegen den Hass auf andere Menschen werden wir mit allen Mitteln des Rechtsstaats engagiert fortsetzen."

Stand: 03.01.2019, 14:40

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