JVA Iserlohn: Hohe Auszeichnung für Sportprojekt

Auszeichnung für Sportprojekt der JVA Iserlohn

JVA Iserlohn: Hohe Auszeichnung für Sportprojekt

  • Urkunde von der DFB-Stiftung Sepp Herberger
  • Vorbildliches Sportprojekt für junge Straftäter
  • Resozialisierung durch Mannschaftssport

Es geht nicht um Gewinnen oder Verlieren, sondern vielmehr um das Verhalten und Auftreten der Spieler. Denn Ziel des Sportprojekts der JVA Iserlohn ist es, die jungen Straftäter zwischen 16 und 22 Jahren auf ein Leben außerhalb der Gefängnismauern vorzubereiten.

Der Justizvollzugsbeamte Olaf Fiedler führt zusammen mit fünf weiteren Kollegen seit vielen Jahren das Projekt in der JVA durch - man könnte es auch die Schule des Lebens nennen. Die Inhaftierten sollen durch den Mannschaftssport lernen sich einzuordnen und zum Beispiel die Anweisungen ihrer Chefs zu befolgen.

Immer nur Heimspiele

Die Gefängnismannschaft spielt aber nicht nur für sich. Im Fußballkreis Iserlohn hat sie inzwischen einen Platz gefunden und nimmt ganz regulär am Spielbetrieb des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) teil. Allerdings gibt es nur Heimspiele auf dem anstaltseigenen Rasen, weil Inhaftierte nicht zu Auswärtsspielen reisen dürfen.

Für den Erfolg des Projekts spielt das aber keine Rolle: Viele Spieler der JVA sind nach ihrer Haftentlassung in Kreisliga-Mannschaften integriert worden.

Urkunde von der DFB-Stiftung Sepp Herberger

Oliver Kahn spricht mit der Gefängnismannschaft in der JVA Iserlohn

Ex-Fußball-Nationaltorhüter und Botschafter der Sepp-Herberger-Stiftung war 2011 zu Besuch in der JVA Iserlohn

Die Maßnahmen zur Resozialisierung wurden am Mittwoch (10.04.2019) im schweizerischen Spiez mit einer ganz besonderen Auszeichnung gewürdigt: Das Sportprojekt der JVA Iserlohn erhielt die Sepp-Herberger-Urkunde von der gleichnamigen DFB-Stiftung - und zwar mit dem ersten Platz in der Kategorie Resozialisierung.

Stand: 10.04.2019, 14:14