Glückspielgesetz zieht kaum Schließungen nach sich

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Glückspielgesetz zieht kaum Schließungen nach sich

Seit Ende 2017 müssen Spielhallen mindestens 350 Meter voneinander entfernt liegen. Durch die Gesetzesänderung sollte die Zahl der Spielsüchtigen sinken. Aber in OWL wirkt sich das verschärfte Glücksspielgesetz bisher kaum auf die Dichte der Spielhallen aus.

Für Bielefeld wurde damals berechnet, dass 30 Spielhallen ihre Lizenz verlieren könnten, in Paderborn galten 35 als betroffen, in Herford zehn. Aber es wurden längst nicht so viele Einrichtungen geschlossen, wie die Kommunen erwartet hatten.

Immer noch keine Entscheidung des Gerichts

Für 19 Spielhallen hatte die Stadt Bielefeld Anfang 2018 den Weiterbetrieb abgelehnt. Sie sollten wegen der neuen Abstandsregelung geschlossen werden. Doch die Betreiber klagten dagegen vor dem Verwaltungsgericht in Minden. Bisher gibt es dazu keine Entscheidung.

Auch Klagen aus Gütersloh, Paderborn, Herford oder Lemgo - mehr als 60 insgesamt - hat das Gericht noch nicht beschieden. Warum die Verfahren nicht beendet sind, dazu konnte das Gericht dem WDR am Montag (06.05.2019) keine Auskunft geben. Währenddessen bleiben die Spielhallen weiter geöffnet.

Stand: 07.05.2019, 18:59