2018: So viele Azubis wie seit Jahren nicht

Ein Lehrling aus dem gewerblich-technischen Ausbildungszweig arbeitet an der Werkbank.

2018: So viele Azubis wie seit Jahren nicht

• Fast 2.300 Jugendliche bekamen Vertrag
• Metall- und Elektroberufe beliebt
• Betriebe auf Fachkräfte angewiesen

2018 wurden in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe so viele Lehrverträge abgeschlossen wie seit sechs Jahren nicht mehr. Fast 2.300 junge Menschen begannen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Siegen eine Berufsausbildung. Das waren 60 mehr als im Jahr davor.

40 Prozent aller Ausbildungsverträge entfielen auf Metall- und Elektroberufe. Sie sind für die heimische Wirtschaft besonders wichtig. Ein dickes Plus gab es auch bei den Lehrstellen für Industriekaufleute.

Mehr Lehrstellen in Handel und Gastronomie

Klaus Fenster von der IHK Siegen/Olpe

Klaus Fenster

Weitere Trends nennt IHK-Geschäftsführer Klaus Fenster: "Wir stellen fest, dass der Einzelhandel mehr ausbildet als in der Vergangenheit. Und wir sehen im Hotel- und Gaststättenbereich eine recht positive Entwicklung."

Dort wurden 20 Prozent mehr Verträge abgeschlossen als im Vorjahr. Ein Grund dafür: Junge Migranten aus Nordafrika wählen diese Branche.

Ein besonders dickes Plus bei den Ausbildungsverträgen gab es in Bad Laasphe, Wilnsdorf und Kirchhundem, deutliche Rückgänge in Drolshagen und Hilchenbach.

"Situation für Jugendliche fast paradiesisch"

Angesichts der guten Konjunktur und des Fachkräftemangels seien die Chancen auf einen Ausbildungsplatz auch in Zukunft sehr gut, meint IHK-Experte Klaus Fenster.

"Wenn es früher so war, dass die Jugendlichen sich bei den Betrieben um eine Ausbildungsstelle beworben haben, kann man heute schon sagen, dass es fast umgekehrt ist: Die Betriebe bewerben sich bei den Jugendlichen."

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Stand: 04.01.2019, 15:54