Gütersloher Aktivist fährt zur Klimakonferenz nach Glasgow

Eine blaue Falgge weht an einem Fahnenmast.

Gütersloher Aktivist fährt zur Klimakonferenz nach Glasgow

Von Jan-Ole Niermann

Am Sonntag beginnt die UN-Klimakonferenz in Glasgow. Auch diverse Nichtregierungs-Organisationen sind vor Ort. Aus Gütersloh reist Stefan Schneidt nach Glasgow.

Zur UN-Klimakonferenz fährt Stefan Schneidt mit dem Zug: „Man könnte auch fliegen, für 100 Euro hin- und zurück. Aber wir zahlen jetzt knapp 400 Euro.“ Viel Geld für den Studenten, der die Anreise selbst zahlen muss. Trotzdem ist er überzeugt, dass die Klima-Konferenz besonders für seine Generation „sehr bedeutend“ ist. Deswegen bleibe „keine andere Wahl mehr, man kann sich nur einbringen.“

Einsatz fürs Klima

Seit Jahren kämpft Stefan Schneidt für das Klima, angefangen hat alles über das Interesse für Tierschutz. Der Student lebt vegan, engagiert sich vor Ort in Gütersloh als sachkundiger Bürger und bei Fridays for Future. Er ist Mitglied bei den Jusos, will für die SPD im nächsten Jahr als Direktkandidat in den Landtag - dafür unterbricht er bald auch sein Studium.

Stefan Schneidt bei der UN-Klimakonferenz in Glasgow

Student Stefan Schneidt ist bei der UN-Klimakonferenz in Glasgow dabei

Nun reist er für die Nichtregierungsorganisation „Plant for the Planet“ nach Glasgow. Dort will er Events organisieren, sich mit anderen Klimaaktivisten vernetzen und „einen möglichst großen Einfluss auf die Verhandlungen nehmen“, sagt Schneidt, „und möglichst unsere Position im deutschen Verhandlungsteam einbringen.“

Aktivist fordert "phänomenalen Durchbruch"

Wegen Corona war die Konferenz 2020 verschoben worden; in Glasgow soll es nun um die Umsetzung des „Pariser Regelwerks“ gehen. Die teilnehmenden Staaten wollen einen Weg finden, um das 1,5-Grad-Ziel einzuhalten.

Stefan Schneidt fordert einen „phänomenalen Durchbruch.“ Es sei wichtig, dass „diese Weltklimakonferenz als einer der bedeutendsten in die Geschichte eingehen“ wird.

Klimaziele - Großer Wurf oder große Illusion?

WDR 5 Presseclub 15.08.2021 57:09 Min. Verfügbar bis 15.08.2022 WDR 5


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Enttäuschung nach der Klimakonferenz in Madrid

Es ist bereits die zweite Klima-Konferenz, zu der Stefan Schneidt reist. Die Stimmung unter den anderen jungen Aktivisten sei sehr gut gewesen, „nur kippt irgendwann die Stimmung, wenn man merkt, dass einige Länder blockieren und es irgendwie keinen Fortschritt gibt.“

Das Ergebnis von Madrid nennt er heute „eine Katastrophe“. Um so wichtiger ist aus seiner Sicht die anstehende Konferenz in Glasgow: „Es bleibt keine Zeit mehr, um reine Lippenbekenntnisse zu machen, sondern man muss auch echte Maßnahmen umsetzen.“  

Klimapolitik: Das Ende der Aufklärung? Monitor 05.12.2019 05:57 Min. UT Verfügbar bis 30.12.2099 Das Erste Von Golineh Atai, Christina Zühlke

Stand: 29.10.2021, 07:43