Verlängerung der Atommüll-Lagerung in Ahaus

Verlängerung der Atommüll-Lagerung in Ahaus

  • Verlängerung bis 2057 beantragt
  • Unterlagen bis Anfang März öffentlich
  • Gegner wollen klagen

Das Genehmigungsverfahren zur Verlängerung der Atommüll-Lagerung in Ahaus kommt voran. Die Bezirksregierung Münster hat die Antragsunterlagen jetzt öffentlich ausgelegt. Danach will die Betreiberfirma schwach- und mittelradioaktiven Atommüll bis Ende 2057 in Ahaus lagern.

Die bisherige Einlagerungsgenehmigung für solche Abfälle gilt nur bis 2020. Die Betriebserlaubnis für das gesamte Zwischenlager, also auch für die Einlagerung von hochradioaktiven Brennelementen, endet bisher in 2036.

Einwendungen bis Anfang März möglich

Die Unterlagen zur geplanten Verlängerung der Einlagerung für weniger radioaktiven Müll sind nun bis zum 6. März bei der Bezirksregierung und im Ahauser Rathaus zur Einsicht ausgelegt. Während dieser Zeit können auch Einwendungen gegen das Vorhaben vorgebracht werden.

Atomkraftgegner kündigen Proteste an

Die Bürgerinitiative gegen das Zwischenlager in Ahaus hat bereits Widerstand angekündigt. Am 9. März findet in Ahaus eine zentrale Kundgebung statt. Die Atomkraftgegner wollen erreichen, dass sich die Verantwortlichen Gedanken machen, wie sie mit der weiteren Zwischenlagerung des radioaktiven Mülls umgehen wollen. Sollte die beantragte Genehmigung zur Verlängerung erteilt werden, will die Ahauser Bürgerinitiative dagegen klagen.

Stand: 11.01.2019, 20:00