Südwestfalen: Weniger Arbeitslose, mehr Kurzarbeit

Metallarbeiter in einer Werkhalle

Südwestfalen: Weniger Arbeitslose, mehr Kurzarbeit

Die Arbeitslosigkeit ist im November in Südwestfalen erneut zurückgegangen. Nach dem Rekord im August sank die Quote jetzt auf 5,8 Prozent. Die Kurzarbeit nahm wieder zu - zum Beispiel beim Anlagenbauer SMS

Die Leiterinnen der Arbeitsagenturen wundern sich ein wenig über diese Entwicklung – denn der Lockdown light im November hätte auch zu mehr Arbeitslosigkeit führen können. Viele Firmen versuchen ihre Mitarbeiter aber trotz schlechterer Auftragslage zu halten, berichten die Agenturen.

Dazu passt, dass es wieder eine leichte Zunahme bei der Kurzarbeit gibt. Insgesamt sind in Südwestfalen knapp 45.800 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, das sind über 1.600 weniger als im Oktober. Die Arbeitslosenquote ist im Märkischen Kreis mit 7,5 Prozent am höchsten in Südwestfalen, im Kreis Olpe mit 4,2 Prozent am niedrigsten.

Das Firmengebäude des Anlagenbauers SMS Siemag in Hilchenbach

Auch beim Anlagenbauer SMS in Hilchenbach müssen wieder mehr Mitarbeiter in Kurzarbeit. Im Anlagenbau sind die Aufträge um 30 Prozent zurückgegangen, teilt das Unternehmen mit. Der Betriebsrat gibt an, dass inzwischen alle 1900 Beschäftigte im Siegerland von Kurzarbeit betroffen seien. Wegen der Krise will die SMS Group Gespräche über neue Personal- und Kostensenkungen mit dem Betriebsrat und IG der Metall führen.

Trotzdem will SMS am Standort Hilchenbach-Dahlbruch investieren: im kommenden Jahr soll hier eine Pilotanlage zum Recyceln von Autobatterien stehen.

Stand: 01.12.2020, 16:38

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