Apothekermangel in Westfalen-Lippe

Apothekermangel in Westfalen-Lippe Lokalzeit Münsterland 27.11.2019 01:54 Min. Verfügbar bis 27.11.2020 WDR Von Melanie Weyand

Apothekermangel in Westfalen-Lippe

  • Apotheker und Apothekerin als Mangelberuf
  • Jobs in Wirtschaft und Verwaltung gefragt
  • Verband fordert vor allem mehr Ausbildung

Der Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL) beklagt einen gravierenden Fachkräftemangel, obwohl es zugleich immer weniger Apotheken gibt. Im Schnitt bleiben Stellen für approbierte Apotheker 143 Tage unbesetzt, so der Verband. Mit einer Arbeitslosenquote unter Apothekern von 1,7 Prozent gehört der Job laut Arbeitsagentur inzwischen zu den Mangelberufen.

Einziger Pharmazie-Standort: Münster

Apothekeninhaberin Elke Balkau aus Tecklenburg-Brochterbeck hat das erlebt: "Wenn eine Stelle frei geworden ist, dauert die Suche nach einer approbierten Apothekerin ein Jahr."

Zwar ist die Stadt Münster nicht weit ist, der einzige Standort in Westfalen-Lippe an dem man Pharmazie studieren kann, aber viele Fachkräfte blieben direkt in Münster, viele suchten sich Jobs in Wirtschaft und Verwaltung, sagt man beim Apothekerverband.

Gravierender Fachkräftemangel in Apotheken

WDR 5 Morgenecho - Westblick am Morgen 15.11.2019 03:43 Min. Verfügbar bis 14.11.2020 WDR 5 Von Melanie Weyand

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"Müssen noch mehr Apotheker ausbilden"

Das Kernproblem sei, dass zu wenig ausgebildet wird, sagt Dr. Klaus Michels, Vorstandsvorsitzender des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe. Mehr ältere Menschen, mehr Arzneimittelbedarf, mehr Bedarf an guter und persönlicher Beratung, sieht er. "Wir müssen also noch mehr Apotheker ausbilden, um in Zukunft eine gute und sichere Versorgung der Patienten garantieren zu können - auch in den Nacht- und Notdiensten."

Stand: 27.11.2019, 20:00