Anklage wegen Insiderhandels gegen Briloner Geschäftsmann

Solaranlage

Anklage wegen Insiderhandels gegen Briloner Geschäftsmann

  • Insolvenz der Solarhybrid AG
  • Anklage: Insiderhandel
  • Drei Mit-Angeklagte

Die Staatsanwaltschaft hat einen 45 Jahre alten Briloner Geschäftsmann angeklagt. Der damalige Vorstandsvorsitzende der Solarhybrid AG aus Brilon soll Anfang 2012 Aktien unerlaubt mit viel Gewinn verkauft haben. Das Unternehmen ging später pleite. Viele Kleinanleger verloren ihr Geld.

Insiderhandel mit Aktien ist der Vorwurf. Die Briloner Solarhybrid AG baute Sonnenkraftwerke und war seinerzeit eine der größten Firmen ihrer Art. Finanziert wurde das durch Anleihen.

Insolvenz wegen gekürzter Solarförderung

Unternehmen Solarhybrid

Insolvenz der Solarhybrid AG

Als das Geschäftsmodell wegen gekürzter Solarförderung kippte, musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. Vorher verkaufte der Vorstandsvorsitzende laut Anklage aber 250.000 Aktien aus Privatbesitz und seiner Holding.

Erst danach habe er die Öffentlichkeit informiert. Der Aktienkurs stürzte ab. Laut Staatsanwaltschaft soll er sich so einen Vermögensvorteil von 520.000 Euro verschafft haben.

Auch drei weitere Personen und Mitarbeiter sind in dem Zusammenhang wegen solcher Geschäfte vor dem Landgericht Arnsberg angeklagt. Ein Prozesstermin steht noch nicht fest.

Stand: 09.01.2020, 18:37