Anklage wegen Bahn-Blockade im Münsterland

Im Vordergrund sitzt ein Atomkraftgegner auf dem Gleis, im Hintergrund arbeiten Polizisten, andere schauen zu

Anklage wegen Bahn-Blockade im Münsterland

  • Transport in Urananreicherungsanlage gestoppt
  • Blockade im Oktober 2017
  • Schaden von 130.000 Euro

Die Staatsanwaltschaft hat fünf Atomkraftgegner angeklagt, die im Oktober 2017 die Bahnstrecke zwischen Steinfurt und Gronau blockiert haben sollen. Die zwei Männer und drei Frauen hatten sich an die Gleise gekettet, um einen Zug in die Gronauer Urananreicherungsanlage zu stoppen.

Die Staatsanwaltschaft Münster hat die Atomkraftgegner unter anderem wegen Sachbeschädigung angeklagt. Der Deutschen Bahn sei ein Schaden von 130.000 Euro entstanden.

Zug mit Uran-Giftstoff gestoppt

Gronau, Urananreicherungsanlage

Das Uranhexafluorid sollte in die Urananreicherungsanlage in Gronau

Am Nachmittag des 5. Oktober 2017 war der Zug schon kurz vor Gronau. Beladen war er mit dem hochgiftigen Uranhexafluorid, dem Ausgangsmaterial für die Urananreicherung. Doch die Atomkraftgegner ketteten sich laut Anklage vor und hinter dem Zug an die Gleise und hielten ihn so auf freier Strecke fest. Erst am nächsten Morgen sei es der Polizei gelungen, die Blockade aufzulösen.

Das Amtsgericht in Steinfurt entscheidet nun darüber, ob es die Anklage zulässt und das Hauptverfahren eröffnet.

Lokalzeit2go vom 14.03.2019: UAA-Gronau bleibt nach Atomausstieg in Betrieb 01:28 Min. Verfügbar bis 14.03.2020

Stand: 26.04.2019, 11:52