Lügde: Beschuldigter aus Stade bleibt in U-Haft

Parzelle des Dauercampers auf Campingplatz in Lügde (Archiv-Bild)

Lügde: Beschuldigter aus Stade bleibt in U-Haft

  • Verteidiger will mutmaßlichen Mittäter frei bekommen
  • Versuch scheitert am Haftprüfungstermin
  • Der 48-Jährige soll den Missbrauch an Kindern beobachtet haben

Der Anwalt des mutmaßlichen Mittäters aus Stade hatte einen Haftprüfungstermin beantragt, um seinen Mandanten aus der Untersuchungshaft frei zu bekommen. Dieser Versuch ist am Dienstag (12.02.2019) gescheitert.

Mann aus Stade soll den Missbrauch beobachtet haben

Der 48-jährige Mann soll von seinem Computer aus den Kindesmissbrauch gesteuert und in mindestens zwei Fällen über eine Kamera die beiden Hauptbeschuldigten beobachtet haben. Diese sollen auf einem Campingplatz in Lügde-Elbrinxen mindestens 31 Kinder schwer sexuell missbraucht haben.

Konkret geht es um zwei Taten 2010 und 2011. Da die Taten schon lange zurück lägen, könne nicht von Wiederholungsgefahr ausgegangen werden - so Anwalt Jann Henrik Popkes.

Anwalt plädiert auf Freilassung

Sein Mandant sehe seine Schuld ein. Er sei aber nie auf dem Campingplatz in Lügde gewesen. Als der Hauptbeschuldigte ihn dorthin eingeladen hätte, habe sein Mandant den Kontakt zu ihm abgebrochen.

Der Hauptbeschuldigte sitzt derzeit wegen des Besitzes von kinderpornografischem Material und wegen der Anstiftung zum schweren sexuellen Missbrauch in Untersuchungshaft.

Polizei wertet Daten aus

Die Ermittlungen der Polizei sind längst nicht abgeschlossen. Nach wie vor müssten noch tausende von Dateien ausgewertet werden, sagten die Ermittler.

Kindesmisshandlung in Lügde - Versagen auf ganzer Linie Westpol 03.02.2019 UT DGS Verfügbar bis 03.02.2020 WDR

Stand: 12.02.2019, 14:36