AfD-Ratsherr aus Münster verurteilt

Prozess gegen AfD-Ratsherrn Lokalzeit Münsterland 22.11.2019 01:35 Min. Verfügbar bis 22.11.2020 WDR Von Andreas Lorek

AfD-Ratsherr aus Münster verurteilt

  • AFD-Politiker muss Geldstrafe bezahlen
  • Wegen Körperverletzung vor Gericht
  • Schiller hatte Strafbefehl zunächst abgelehnt
Eingang des Amtsgerichtes in Münster

Ein Ratsherr der AfD in Münster ist am Freitag (22.11.) vor dem Amtsgericht wegen Körperverletzung verurteilt worden. Er muss eine Geldstrafe von 2.100 Euro zahlen. Dem münsterschen Kommunalpolitiker wurde Körperverletzung vorgeworfen.Bei einer AfD-Veranstaltung im April 2018 in der Stadtbücherei in Münster hatte Schiller mit einem Helfer einen Mann gewaltsam aus dem Gebäude gezerrt und soll ihn dabei geschlagen haben.

Demo mit mehreren hundert Menschen

Die AfD hatte im Gebäude eine Lesung veranstaltet. Draußen demonstrierten mehrere hundert Menschen. Der Mann habe nur die Toilette benutzen wollen, so das Bündnis "Kein Meter den Nazis".

Politiker wollte Strafbefehl nicht akzeptieren

2751-M-Schiller

Schiller wurde zu einer Geldstrafe verurteilt

Schiller hatte bereits vor Monaten einen Strafbefehl des Amtsgerichts zur Zahlung von 2.100 Euro erhalten. Weil er dagegen Einspruch erhob, kam es zum Prozess. Er wolle sich lieber einem Gerichtsverfahren stellen, hatte er im April dem WDR gesagt. Den Vorfall hatte er damals nicht bestritten. Vor der Veranstaltung hätten sich potentielle Störer in der Toilette eingeschlichen, darum hätten er und seine Parteikollegen die Leute rausgeschmissen.

Stand: 22.11.2019, 17:01

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