Die Iserlohner Pixel-Polizei

Ein lebensgroßer Alu-Polizeiaufsteller mit verpixeltem Gesicht.

Die Iserlohner Pixel-Polizei

Von Christian Hoeper

  • Lebensgroßer Alu-Polizist in Iserlohn
  • Autofahrer werden auf neue Verkehrsregelungen hingewiesen
  • Verpixeltes Gesicht aus Datenschutzgründen

Ist er Freund und Helfer oder nur ein verpixelter Alu-Beamter? Ein Hingucker ist er auf jeden Fall, der gesichtslose Polizist in Iserlohn.

Warum ist er verpixelt?

Datenschutzgründe, Kommunikationsfehler zwischen Stadtbetrieb und Polizei, Ideenlosigkeit - etwas von allem, denn die Polizei selbst ist nicht verantwortlich für den abschreckenden Kollegen.

Sie lieferte nur die Vorlage: Das "Model" für den Aufsteller, ein echter Beamter aus dem Märkischen Kreis, wollte jedoch unkenntlich gemacht werden.

Unklare Absprachen

Das Gesicht eines verpixelten Polizeibeamten.

Was die Polizei nicht wusste, ist, dass das Gesicht von den Stadtbetrieben einfach nur verpixelt wird. Hier dachte man, das Gesicht des Kollegen werde durch ein anderes ersetzt. Das Endergebnis sahen die Beamten erst, als es zu spät war.

Deswegen steht erstmal die Polizei in der Kritik. Verpixelte Gesichter, die kennt man doch sonst nur von Schwerverbrechern? Polizeipressesprecher Marcel Dilling ist geteilter Meinung. "Es sieht zwar unglücklich aus, aber verkehrstechnisch erfüllt die Figur ihren Zweck."

Mehr Sicherheit auf den Straßen

Die Idee hinter den Alu-Aufstellern kommt von den Stadtbetrieben Iserlohn/Hemer. Die "Pixel-Polizei" wird an Orten aufgestellt, an denen sich die Verkehrsregeln geändert haben.

Ein Alu-Aufsteller eines Beamten mit verpixeltem Gesicht.

An der Ecke Hohler Weg/Karlstraße soll er in beide Fahrtrichtungen den Zebrastreifen "beschützen". Autofahrer, von diesem Mahnmal abgeschreckt, sollen früher auf die Bremse treten.

Weniger Vandalismus?

"Ohne Gesicht wird der Aufsteller vielleicht nicht so schnell angemalt", so Dilling weiter. Wobei gerade jetzt viel Freiraum für Kreativität gegeben ist.

Stand: 16.04.2019, 20:15