ICE in schneller Fahrt

ICE-Trasse Bielefeld-Hannover: Initiative stellt Alternative vor

Stand: 20.01.2022, 19:00 Uhr

Eine Bürgerinitiative aus dem Kreis Herford hat einen Alternativplan für die ICE-Trasse Bielefeld-Hannover vorgelegt. Statt Neubau befürwortet sie den Ausbau der bestehenden Trasse.

Die Studie der Bürgerinitiative WiduLand zeigt, dass mit einem Ausbau immerhin sieben Minuten weniger Fahrzeit möglich seien. Die Kosten lägen bei rund 2 Milliarden Euro - statt geschätzter 5 Milliarden für eine neue ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke. Vor allem würde der Eingriff in die Natur deutlich geringer ausfallen als bei einem Neubau.

Verkehrsministerium will maximale Fahrtzeitverkürzung

Ob das Alternativkonzepet der Bürgerinitiative Chancen hat, ist allerdings fraglich. Das Bundesverkehrsministerium fordert eine maximale Fahrtzeitverkürzung. Statt wie jetzt 48 Minuten soll eine Fahrt von Bielefeld nach Hannover mit dem ICE künftig nur noch 31 Minuten dauern.

Neubaustrecke stark umstritten

Diese Fahrtzeitverkürzung ist aber wohl nur mit einer Neubaustrecke möglich, doch die ist umstritten. Anwohner und Initiativen wehren sich und befürchten Schäden für Natur, Mensch und Umwelt.