Altena in Europa-Programm gegen Landflucht

Stadtzentrum und Burg Altena

Altena in Europa-Programm gegen Landflucht

  • Zusammenarbeit mit Isernia und Igoumenitsa
  • Konzepte für schrumpfende Städte
  • Bürger sollen beteiligt werden

Altena im Märkischen Kreis wird zusammen mit zwei Städten aus Italien und Griechenland Lösungen für schrumpfende Klein- und Mittelstädte in ganz Europa erarbeiten. Das hat die Stadt am Donnerstag (05.04.2018) mitgeteilt. Als einzige Stadt aus NRW nimmt Altena an dem europäischen Programm zur Förderung einer nachhaltigen Stadtentwicklung teil.

Aus allen drei Städten sind in der Vergangenheit viele Menschen weggezogen. Weil es zu wenig Arbeitsplätze gibt, viele Gebäude leer stehen und sie somit unattraktiv geworden sind. Alle drei Städte haben aber den Wegzug der Menschen auch aufhalten können.

Industriebrache in Altena als gutes Beispiel

Im nächsten halben Jahr werden sich Vertreter aus Altena mit Kollegen aus Isernia, südlich von Rom, und Igoumenitsa, einer Hafenstadt in Nordgriechenland, zusammensetzen. Sie werden Erfahrungen austauschen und ein gemeinsames Konzept erarbeiten. Es geht darum, wie man die Bürger in die Lösung von Problemen einbeziehen kann.

In Altena gibt es zum Beispiel eine große Industrie-Brache am Stadteingang. Zusammen mit den Bürgern will man nun diskutieren, was auf dem Gelände entstehen soll.

Verfallende Fabrikhallen an bewaldetem Hang

Industriebrache Schwarzenstein in Altena

Ende des Jahres werden Juroren entscheiden, ob das Konzept der drei Städte zukunftsfähig ist. Dann wird die Weiterarbeit in noch größerer Runde finanziert. Dann kämen Städte aus Lettland, Bulgarien, Spanien und Portugal hinzu.

Im vergangenen Jahr war Altena bereits von der EU für seine Projekte gegen Schrumpfung und Stagnation ausgezeichnet worden.

Stand: 06.04.2018, 08:17