Ausbau der Bahnstrecke Münster-Dortmund gefordert

Fahrender ICE

Ausbau der Bahnstrecke Münster-Dortmund gefordert

  • Kommunen fühlen sich von der Bahn AG im Stich gelassen
  • Forderung nach Streckenausbau
  • Regionale Wirtschaft unterstützt Forderungen

Bürgermeister von mehreren Städten, darunter Münster und Dortmund, traten am Montag (20.05.2019) gemeinsam mit Vertretern der beiden Industrie- und Handelskammern Dortmund und Nordwestfalen an die Öffentlichkeit und forderten den zügigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Münster und Dortmund.

"Es ist unfassbar, wie die Bahn AG agiert", kritisierte Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Zur Zeit fährt nur alle zwei Stunden ein Fernverkehrszug zwischen Münster und Dortmund "Die stündlichen Fahrten müssen umgehend wiederhergestellt werden."

Zum Hintergrund: Der Bahndamm entlang der Strecke Münster-Lünen ist marode, die Bahn AG will ihn bis Sommer 2020 reparieren.

ICEs im Halbstundentakt gefordert

Darüber hinaus forderten die Bürgermeister und IHK-Vertreter erneut den zweigleisigen Ausbau der bislang eingleisigen Strecke. "Der Abschnitt zwischen Münster und Lünen ist der Flaschenhals auf der Schienen-Achse Hamburg-NRW. Wir wollen hier moderne ICEs und mittelfristig den Halbstundentakt", forderte Fritz Jaeckel von der IHK Nordwestfalen. "Die Wachtumsregion zwischen Münster und Dortmund darf nicht aus dem Takt kommen."

Rückendeckung aus der Wirtschaft

Bürgermeister und Landräte aus Westfalen hatten in der Vergangenheit schon mehrfach den Ausbau der Bahnstrecke gefordert, zuletzt im März 2019 in einer Resolution. Diesem Bündnis sind nun die beiden Industrie- und Handelskammern beigetreten.

Stand: 20.05.2019, 18:23