Allerheiligenkirmes in Soest mit Fahrgeschäft

Soester Allerheiligenkirmes ist gestartet

Stand: 02.11.2022, 16:43 Uhr

In Soest ist der Startschuss für die Allerheiligenkirmes gefallen. In den kommenden Tagen werden bis zu eine Million Besucher erwartet. Die Kirmes ist das größte Open-Air-Event in Südwestfalen.

Rund 400 Schausteller haben ihre Karussells und Buden aufgebaut. Für viele Kirmesunternehmen ist die Teilnahme an der Soester Allerheiligenkirmes etwas Besonderes. Trotzdem hatten im Vorfeld 40 Fahrgeschäfte und Budenbesitzer kurzfristig abgesagt. Der Grund: Personalmangel.

Spontaner Aufbau einer Riesenschaukel

wird geändert

Sebastian Küchenmeister, Schausteller

Die Veranstalter machten sich auf die Suche nach alternativen Schaustellern. Einer davon ist Sebastian Küchenmeister. Der Schausteller entschied sich spontan dazu, seine Riesenschaukel nach Soest zu fahren und dort aufzubauen.

"Wir hatten eigentlich schon komplett aufgebaut und dekoriert für den Weihnachtszauber in Herne, der am 17. November startet. Aber wenn die Soester Allerheiligenkirmes anruft, sind wir dabei", erzählt der Schausteller.

Stressfrei war die kurzfristige Planänderung aber nicht. "Das ist sehr sportlich. Wir haben einen ganzen Tag lang abgebaut und hatten einen Tag zum Aufbauen", berichtet Sebastian Küchenmeister.

Kirmes soll von Sorgen und Nöten ablenken

Die Besucher sollen von dem Stress hinter den Kulissen so wenig wie möglich mitbekommen. Schausteller-Chef Thomas Schneider hofft, dass man die Menschen mit der Kirmes vom Ukraine-Krieg, der Inflation und der Energiekrise ablenken kann. So sollen die Preise im Vergleich zum Vorjahr beispielsweise gleich bleiben, erzählt er. Außerdem können sich die Besucher auf neun neue Karussells freuen.

Soester Allerheiligenkirmes ist gestartet

00:27 Min. Verfügbar bis 02.11.2023


Auch die Energieversorgung ist laut den Soester Stadtwerken gesichert. Der Strom für die Kirmes kommt aus regionalen Windrädern und Biogas-Anlagen. An zwei Tagen schließt die Allerheiligenkirmes eine Stunde früher als üblich – damit soll zusätzlich Strom gespart werden.

Über dieses Thema berichtet der WDR am 02.11.2022 im Fernsehen in der WDR Lokalzeit Südwestfalen und im Radio auf WDR 2.