Weniger Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen

Ein Jugendlicher sitzt hinter Flaschen mit Alkohol

Weniger Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen

In Südwestfalen gibt es deutlich weniger Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen. Besonders der Lockdown habe diesen Trend nochmal verstärkt.

In den Kliniken in Südwestfalen wurden im Jahr 2019 weniger Kinder und Jugendliche wegen einer akuten Alkoholvergiftung behandelt.

Bei den 10 bis 19-jährigen waren es im Vergleich zum Vorjahr fast 80 Fälle weniger. Laut Landesamt für Statistik sank die Zahl damit auf 430.

Am stärksten war der Rückgang in den Kreisen Hochsauerland, Olpe und Soest. Möglicherweise liege das daran, dass in den Schulen verstärkt über Alkoholmissbrauch aufgeklärt werde, heißt es bei Gesundheits-Experten.

Lockdown verstärkt den Trend

Eine echte Kehrtwende habe der Lockdown bewirkt. Sowohl in die DRK-Kinderklinik in Siegen als auch in das Klinikum Soest kamen 2020 nur halb so viele Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung wie das Jahr zuvor.

Durch ausgefallene Abi-Feiern, Maifeiern oder andere öffentliche Feste hätten die Anlässe für gemeinsames Trinken gefehlt.

Stand: 03.03.2021, 12:54