Anklage wegen Explosion bei Fest in Alchen

Stand: 29.09.2021, 10:27 Uhr

Wegen des Unglücks bei einem Dorffest in Freudenberg-Alchen hat die Staatsanwaltschaft Siegen Anklage erhoben. Eine Person muss sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

Wegen der besonderen Bedeutung der Tat findet das Verfahren vor dem Siegener Landgericht statt - und nicht vor dem Amtsgericht, teilte der zuständige Staatsanwalt mit. Wann der Prozess beginnt, ist noch unsicher.

Bei dem sogenannten Backesfest in Alchen war am 8. September 2019 eine große Grillpfanne explodiert. Dadurch gab es eine gewaltige Stichflamme, die auf mehrere Besucher des Festes übergriff. Zwei Frauen starben, 14 weitere Menschen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt.

Pfanne war Eigenkonstruktion

Helfer des Dorffestes hatten in den Zwischenraum der doppelwandigen Pfanne Öl gefüllt, so ermittelte seinerzeit die Polizeit. Bei der Pfanne handelte es sich demnach um eine Eigenkonstruktion. Die Helfer wollten die Hitze der darunter lodernden Flammen gleichmäßig in der Pfanne verteilen, in der Kartoffeln schmorten. Die Pfanne sei aber aufgeplatzt wie ein Luftballon. Das Öl tropfte auf die Gasflamme unter dem Grill. So kam es zu der Explosion.