AfD im Münsterland streitet um Kandidatenliste

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AfD im Münsterland streitet um Kandidatenliste

  • Bedenken gegen einen Kandidaten
  • Kontakte ins rechtsextreme Milieu vermutet
  • Landesverband will Listen so beibehalten

Bei der AfD in Münster und Coesfeld gibt es Ärger um die Kandidatenlisten für die Kommunalwahl im Herbst.Der AfD-Bezirksverband hat am Montag (27.07.2020) Einspruch gegen die Listen erhoben. Dem Zweitplatzierten in Münster, Alexander Leschik, seien Kontakte ins rechtsextreme Milieu nachgewiesen worden. Im Kreis Coesfeld seien Kandidaten aufgestellt worden, die gar nicht Mitglied der Partei seien, so der Sprecher des Bezirksverbands, Steffen Christ.

Interne Querelen?

Allerdings hat der Landesverband der AfD den Einspruch zurückgewiesen. Dessen stellvertretender Sprecher, der münsterische Ratsherr Martin Schiller, ist Erstplatzierter auf der Liste. Er wäre von einem Rückzug der Liste mitbetroffen, weil die Kandidatenliste nur als Ganzes zurückgezogen werden kann. Der Politikwissenschaftler Norbert Kersting von der Universität Münster vermutet hinter dem Durcheinander internen Richtungsstreit und persönliche Animositäten der Parteimitglieder.

Die Einreichung der Kandidaturen beim Wahlamt endete für alle Parteien am Montag (27.07.2020) um 18 Uhr. Ob die Streitereien Auswirkungen auf die AfD-Kandidaten-Listen haben, ist zur Zeit offen. Ende des Monats prüfen die Wahl-Ausschüsse sämtliche Kandidaten-Listen aller Parteien.

Stand: 28.07.2020, 18:05